Und jetzt ist der Ruf komplett ruiniert
Christian Lell hat das Talent, hauptsächlich in den Schlagzeilen der Boulevardpresse aufzutauchen. Sei es bei irgendwelchen Prügelattacken gegenüber seiner Lebensgefährtin, oder bei kuriosen Transfergeschichten. Ich gehe mal davon aus, dass seine Transfergeschichten auch tatsächlich so stattgefunden haben.
Da mich in der Regel das Privatleben der Spieler nicht interessiert, lasse ich mal die Story mit seinen Frauen beiseite.
Aber was sind das für Anekdoten bezüglich seines Wechsels zu einem anderen Verein? Ein Husarenstreich reicht dem smarten rechten Verteidiger anscheinend nicht. Nachdem es schon im Sommer eine unglaubliche Geschichte gab, wurde diese Posse nun weitergeführt. Beide Geschichten trugen sich kurz vor Transferschluß zu. Im Sommer hatte Stoke City Interesse am Münchner bekundet. Beide Vereine waren sich einig. Es gab allerdings ein Problem: Die Mannschaft hatte an diesem Tag trainingsfrei. Man sollte meinen, dass sowas im Handy-Zeitalter kein Problem wäre, aber auch Handys lassen sich ausschalten. Christian Lell konnte nicht erreicht werden und somit wurde der unterschriftsreife Vertrag nicht unterzeichnet und das Transferfenster hat sich zugunsten von Lell geschlossen. Zugunsten natürlich nur, wenn wir davon ausgehen, dass er tatsächlich nicht wechseln wollte, um weiter seinen Vertrag auf der Bank abzusitzen. So richtig glauben, kann ich die Geschichte eigentlich nicht. Wenn doch der Vertrag schon unterschriftsreif war, wird doch wohl vorher mal mit Lell geredet worden sein, oder nicht? Man geht ja schließlich nicht hin, handelt einen Vertrag aus und sagt dem Spieler dann, dass er sich das jetzt durchlesen und sofort zurückfaxen muss. Wenn der naturblonde Bursche tatsächlich über die Verhandlungen eingeweiht war und dann sein Handy ausschaltet, ist es schon unfaßbar dreist. Wie dem auch sei, Christian blieb bei uns. Ob die Geschichte nun stimmt, oder nicht. Der Ruf ist seit dem schon ziemlich weit unten angesiedelt.
Jetzt liest man plötzlich, dass es wieder kurz vor Transferschluß eine Wechselabsicht gab. Lell sollte seinen Kollegen Breno und Ottl (ich nenne die beiden auch gerne Lottl. ist einfacher) zum 1. FC Nürnberg wechseln. Aber im Gegensatz zu den Beiden, sollte er komplett und nicht auf Leihbasis wechseln. Aber auch dieser Wechsel konnte nicht fixiert werden. Lell sagte dazu, “dass die Umstände es nicht zugelassen haben”.
Für uns alle heißt das nicht anderes, als das er zu wenig Kohle bekommen hätte. Es lässt sich aus der Ferne schwer beurteilen, ob wir nicht alle ähnlich gehandelt hätten, wenn uns z.B. 40% weniger Gehalt geboten wird. Aber Tatsache ist, dass er lieber auf der Bank sitzt, anstatt beim Club zur Stammelf zu gehören.
Wie auch immer beide Geschichten sich zugetragen haben, das Image ist komplett kaputt. Bei den Fans hat Lell, seit seinen Leistungen aus der letzten Saison, sowieso schon komplett seinen Kredit verspielt. Was die Anhänger zu der letzen Aktion sagen, liest man in sämtlichen Foren.
Ich empfehle einen Wechsel nach Griechenland, oder einem Land das mit kyrillischen Buchstaben arbeitet.




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Februar 3rd, 2010 at 13:03
Wo ich grade das Interview mit Jochen Seitz bei spox lese, dann wäre doch Chernomorets Burgas ne Option.
Februar 3rd, 2010 at 13:18
Perfekt! Leite es doch bitte, am Ende der nächsten Transferperiode, an Lell weiter!
Februar 3rd, 2010 at 16:32
na ja, wirft aber auch kein gutes licht auf nerlinger, dass der sich so auf der nase herumtanzen lässt …