Rote Sitze und ein Defiliermarsch

Sonntag feier ich den Geburtstag des FCB live im Stadion mit. Bisher habe ich live noch keine Heimniederlage des FC Bayern mit ansehen müssen. Und es waren schon Spiele gegen Turin und Madrid dabei. Schnell auf Holz klopfen….

Ich nehme gerne Randerscheinungen auf und glaube dann, daraus das Ergebnis des Spiels ableiten zu können. Wenn z.B. ein Spieler der Bayern im “Aktuellen Sport-Studio” zu Gast ist, bin ich mir immer sicher, dass wir gewinnen. Kann ja nicht sein, dass dort ein Spieler von uns sitzt und dieser paar Stunden vorher verloren hat. Das passt einfach nicht. Wird darüber eigentlich eine Statistik geführt? :-) Am Sonntag treten wir in neuen Trikots an und feiern 110 Jahre FC Bayern München. Das bedeutet für mich, dass wir nicht verlieren werden. Das würde einfach nicht zum Tag passen. Ziemliche kranke Gedanken, ich weiß.

Und darum kann auch ein van Nistelrooy unseren Sieg nicht verhindern. Übrigens, mir fiel letztens auf, dass den Platz zwischen der Oberlippe und der Nase von Nistelrooy, manch einer zum anbauen von Kartoffeln verwendet. Aber ich will jetzt mal nicht beleidigend werden. Ist ja schon ein Netter, der Ruud.

Zum Glück muss ich die langweiligen Interviews von Labbadia diesmal nicht ertragen. Die stehen ungefähr beim gleichen Unterhaltungswert wie Interviews mit Thomas Schaaf. Der Bruno könnte jetzt auch mal den Mantel vom Ottmar zurückgeben und sich einen eigenen Stil suchen. Ansonsten war die Woche beim HSV recht merkwürdig. Boateng war angeblich bei Bushido um Sprechen oder Sprechgesang zu üben. Man ist sich nicht einig. Marcus Berg wurde mit dem Model Markus Schenkenberg verwechselt und war bei einem Shoot in Valencia. Dabei wurden ausschließlich Fotos mit ihm und einem Trikot eines dort ansässigen Vereins gemacht. Schon komisch.

Und zwischendurch verlieren die sympathischen Norddeutschen auch noch ein Spiel in der Europa League und kommen zum Glück trotzdem weiter. Hallo Italien! Verabschiedet euch schonmal vom vierten Champions League-Platz. :-)

Weiß eigentlich inzwischen jemand wo Guerrero ist? Man scheint das Thema totschweigen zu wollen. Naja, der Vertrag läuft aus. Auch keine dumme Variante vom Paulo.

Und was läuft beim FC Bayern? Uli Hoeneß wartet nur noch darauf, dass der andere Verein aus München sich meldet und endlich aus der Arena auszieht. Die schönsten Sprüche dazu waren:


“Wenn uns der TSV 1860, aus welchen Gründen auch immer, bitten sollte, aus dem jetzigen Vertrag auszusteigen, dann werde ich die Kapelle, die die Sechziger aus dem Stadion begleitet, persönlich mit dem Defiliermarsch anführen.”

Oder dieser:


“Die Fans haben uns immer gedrängt, dass sie ein eigenes Stadion wollen und keines, das halb blau ist. Der absolute Traum wird sich für mich an dem Tag erfüllen, an dem wir es uns leisten können zu sagen: Wir sind endlich alleine in der Arena und jetzt bauen wir sofort rote Sitzschalen ein.”

Tatsächlich wäre das ein absoluter Traum. Die Arena in rot. In ein paar Jahren wird es soweit sein.


2 Responses to “Rote Sitze und ein Defiliermarsch”

  • zechbauer Says:

    … oder auch viel schneller als wir das derzeit für möglich halten würden.
    tz: “Denn Ende März wird die Stadion-Projekt-Gruppe (mit Vizepräsident Franz Maget) beim Sportausschuss des Stadtrats (rund 30 Personen) vorstellig werden, um sich das Okay für einen Umbau des Stadions an der Grünwalder Straße abzuholen.”

    Wie die das allerdings finanzieren wollen ist mir (ver)schleier(u)haft?!

  • kaisergrantler Says:

    Oh, ich dachte, dass mit dem Umbau an der Grünwalder wäre vom Tisch. Gute Sache, hoffentlich klappt es. Mir egal, wie die das finanzieren. Dann sollen sie halt die restlichen 9 Millionen bekommen, die sie angeblich für die Anteile damals zu wenig bekommen haben. Davon können sie dann schonmal eine neue Anzeigetafel kaufen.

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