Gewonnen und auch verloren

Wir haben gegen die Pfälzer mit 5:1 deutlich gewonnen, aber irgendwie haben wir auch wieder unseren Burgfrieden verloren. Was steckt wohl hinter diesem ganzen Theater, oder ist es nur halb so wild?

Auslöser ist mal wieder ein Interview von Hoeneß in der SZ. Kleinere spitze Bemerkungen gingen mal wieder Richtung van Gaal. Sicherlich nicht ganz so Aufregend, wie das Interview bei Sky90 vor wenigen Wochen, aber ähnlich unnötig. Obwohl es damals anscheinend gar nicht Unnötig war. Wenn man zwischen den Zeilen liest, gab es wohl tatsächlich einigen Redebedarf, der dadurch gestillt wurde. Aber warum jetzt wieder so ein Interview? Ich habe schon damals geschrieben, dass Hoeneß möglicherweise einen Rauswurf vorbereitet. Und ich will auch gar nicht wissen, was passiert wäre, wenn wir nur unentschieden gespielt hätten. Dadurch, dass auch die Leistung in der ersten Hälfte unter aller Kanone war, hätte es weiter Wasser auf die Hoeneßschen Mühlen gegeben. Aktuell platzt nun auch noch eine Fehde zwischen Nerlinger und van Gaal in das Schauspielhaus an der Säbener Straße. Nerlinger sagt, dass Ribéry evtl. später spielt, van Gaal faucht zurück, dass Nerlinger sich nicht zu so einem Thema äußern sollte. Wir machen uns lächerlich. Vielleicht sollte man wirklich mal eine Art Medien-Schlachtplan entwerfen. Herr Hörwick, bitte reagieren Sie! Es ist doch seit Jahren das gleiche Theater. Die Medien spielen Rummenigge, Hoeneß, Nerlinger, van Gaal und auch weiterhin Beckenbauer gegeneinander aus. Das war schon zu Hitzfeld-Zeiten nicht anders. Warum muss man überhaupt zwei Interviews in der Woche geben, wie z.B. von Hoeneß letzte Woche. Erst in der AZ, dann in der SZ. Da ist es doch kein Wunder, dass irgendwann ein Satz fällt, der medial ausgeschlachtet wird. Erst recht, wenn man nicht an der Tabellenspitze steht und alle Beteiligten etwas gereizt daherkommen.

Zum Spiel muss noch gesagt werden, dass die zweite Halbzeit über die ersten 45 Minuten hinweggetröstet hat. Allerdings haben die taktischen Umstellungen für etwas Verwirrung in meinen 4 Wänden verursacht. Mir kam es irgendwann so vor, als würde Schweinsteiger doch wieder auf der 6 spielen und Pranjic wäre dafür auf die 10 beordert worden, aber das war wohl nur eine Momentaufnahme. Es hat aber für mich gereicht, um zu glauben, dass van Gaal jetzt gar nicht mehr weiß, was er will. Dabei weiß er das genau, nur dieses Theater um seine Person herum, lassen einem an ihm zweifeln.

Was hat eigentlich van Gaal gegen Gómez? Mario macht das 2:1, sowie die Tore 3 und 4. Und später im Interview mit van Gaal bekommt man zu hören, dass er schon in der ersten Hälfte ein Tor machen muss. Ja, er hätte auch schon früher ein Tor machen können, aber Kritik bei 3 Toren empfinde ich als äußerst Merkwürdig.

Was war sonst noch? Beckmann äußerte in der Sportschau, dass man beim HSV kiffen würde und außerdem wollte Hoeneß schon 2008 Klopp verpflichten. Angeblich gab es schon mündliche Zusagen, davon weiß Klopp aber nichts. Und Wontorra kriegt sich bei dem Tor von Götze für den BVB nicht mehr ein. Wie abgezockt der doch schon in seinem Alter wäre. Mein Gott Jörg, einen Ball mit links annehmen und mit rechts reinschieben, wird der gute Götze schon seit der C-Jugend können. Menschen fangen nicht erst als Profi an, gegen einen Ball zu treten. Ach, was würden wir nur ohne Medien machen?

Herzlichen Glückwunsch an meinen alten Kumpel Mo. Mo ist seit diesem Spieltag der aktuelle Tippkaiser. Mit dem “Risikotipp” Müller auf Robben hat er den Sieg errungen. ;-) Ich hoffe, dass Du bis zum letzten Spieltag den Titel verteidigen kannst.


2 Responses to “Gewonnen und auch verloren”

  • jokerface Says:

    verdammt, kann den keine ruhe mehr einkehren…ich stimme zu, hoeneß leitet bewußt den abschied von van gaal ein und dazu passt das gerücht über herrn sammer…ich wette da ist was dran

  • maestro1981 Says:

    Die Krönung stellt aber nach meinem Dafürhalten der Hinweis Nerlingers in Richtung LvG dar, er sei dessen “direkter Vorgesetzter” und sein Verhalten sei “lächerlich”.
    Bei einer derartig dünnhäutigen Reaktion fragt man sich dann aber schon, wie es um das Nervenkostüm eines gewissen Herrn Nerlingers bestellt ist. Hat da etwa jemand Angst, zwischen den Fronten zweier wahrer Alpha-Tiere aufgerieben zu werden? Nachvollziehbar wäre das jedenfalls…

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