Seid ihr alle „total“ wahnsinnig?

Ich habe das Spiel am Samstag nicht live gesehen. Lediglich die Zusammenfassung der Sportschau vermittelte mir, dass es wohl langweilige 90 Minuten gewesen sein müssen. Die Twitter-Kommentare konnten die Langeweile auch noch unterstreichen.

Aber wer redet jetzt noch von dem 1:0 Sieg über die Fohlen aus Gladbach? Es bleibt nur die Erinnerung daran, dass jetzt anscheinend einige Fans des FC Bayern den Verein zu bestimmten vereinspolitischen Handlungen zwingen wollen. Es wurden viele Fahnen und Fanclub-Banner auf dem Kopf aufgehangen, es gab T-Shirts mit einem Fadenkreuz auf dem Vereinszeichen des TSV 1860 München, Menschen wurden als Schweine bezeichnet, Hoeneß als Lügner dargestellt. Dabei ging es hauptsächlich um die Rettung der Sechziger vor der drohenden Insolvenz. Aber auch um Manuel Neuer ging es mal wieder. So wurde eine Verpflichtung von Manuel Neuer verglichen, mit einer Verpflichtung von Christoph Daum und Willi Lemke.

Was man zunächst ganz klar feststellen muss, nicht nur die Schickeria ist an diesen Aktionen beteiligt. So wie es aussieht, kamen die eher krasseren Aktionen aus dieser Ecke, aber es haben sich mittlerweile viele Fanclubs der Meinung zu 1860 angeschlossen. Auf www.clubnr12.org ist die Liste der beteiligten Fanclubs nachzulesen.

Ich bleibe bei meiner Meinung, dass wir uns überhaupt kein Urteil über die politischen Entscheidungen unseres Vorstands machen dürfen. Wer kennt denn schon die genauen Zahlen und vertraglichen Gegebenheiten, wenn es um die Verknüpfung mit 1860 durch die Allianz-Arena geht? Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass Uli Hoeneß den Sechzigern helfen würde, wenn dabei nicht ein positiver Effekt für den FC Bayern rausspringen würde? Was denkt ihr denn, warum es unser Verein macht? Weil sie uns ärgern wollen? Weil sie Langeweile haben? Weil sie eigentlich Fans vom TSV sind? Leute, was soll der Blödsinn? Ja, Uli hat auf der letzten JHV gesagt, dass wir keinen Cent mehr den Blauen überweisen werden. Wahrscheinlich hat er es gesagt, weil er sicher war, dass sie darauf nicht mehr angewiesen sein werden. Er wollte ein bisschen Stimmung für die Fans machen. Der Schuss ging nach hinten los. Das kann man ihm ankreiden. Aber wenn ich dann in anderen Blogs lesen muss, was der Vorstand alles falsch gemacht hat, wird mir kotzübel. Da werden Fehlleistungen wie z.B. die Verpflichtung von Klinsmann aufgezählt. Leute guckt euch mal unsere Erfolgsbilanz an! Natürlich gab es auch diverse Fehler vom Vorstand. Aber der Gesamterfolg gibt unseren Leuten doch Recht. Ihr wollt, dass der Verein auch über ein Jahrzehnt an einem Trainer festhält? Ihr wollt nicht mehr die besten Spieler beim FC Bayern spielen sehen? Dann muss es euch aber auch passen, dass man in dieser Zeit evtl. nur 1x Meister und vielleicht auch nur 1x Pokalsieger wird. Und die Champions League wird so schon gar nicht gewonnen. So etwas könnt ihr demnächst in einem offenen Brief vorschlagen. Wir spielen ab sofort nur noch schönen Fußball mit echten Bayern und ergötzen uns daran. Tut mir leid, aber das werde ich nicht unterschreiben. Ich stehe total auf Titel. Und ich benutze mit Absicht das Lieblingswort von Uli Hoeneß: „total“

Über Twitter habe ich auch die interessante These gelesen, dass zu den Millionen die der FCB verlieren würde, wenn der TSV Pleite geht, auch noch das schlechte Gewissen den Verein plagt. Man hat die Blauen „über den Tisch gezogen“, als wir zum ersten Mal als Retter aufgetreten sind und für billige 11 Millionen die Arena-Anteile abkaufen konnten.

Reißt euch zusammen und feuert den FCB in der Arena an. Was glaubt ihr eigentlich wer ihr seid? Der FC Bayern ist größer als Louis van Gaal, der FC Bayern ist größer als Uli Hoeneß, aber der FC Bayern ist sicherlich auch größer als Fanclubs, die Fadenkreuze zur Stimmungsmache benutzen.


18 Responses to “Seid ihr alle „total“ wahnsinnig?”

  • Helmi Says:

    Danke, Patrick. Wahre Worte. Ich finde man sollte sogar noch mehr betonen, dass vor allem die Art und Weise der Darbringung der Kritik einfach völlig daneben ist. Damit nimmt sich “die Südkurve” (ich nenn sie jetzt verallgemeinernd einfach mal so) defintiiv zu viel raus und erschwert sich jede Diskussion über ihren Standpunkt. Fadenkreuze, Ausdrücke die weit unter der Gürtellinie sind,… sowas geht einfach nicht.

    Ich hab beim Thema “Koan Neuer” schon wenig Verständnis für die Inhalte und hab sie beim Thema Hoeneß noch viel weniger. Zu erklären sind sie wohl nur durch irgendwelche schmerzhaften Emotionen, die sich mir als Fan das FCB nicht erschließen.

    Sidenote: Ich war vor einigen Monaten im Stadion, Stehplatz Block 110 am linken Rand der Südkurve. Pokalspiel gegen Bremen. 5 Minuten nach Spielbeginn skandiert eine kleinere Gruppe (vielleicht 50 Mann) um uns herum “Tod und Haß dem TSV”. Für viele vermutlich nix wildes, aber ich dacht echt ich steh im Wald. Zu diesem Zeitpunkt gab es kein aktuelles Geschehen rund um die Sechz’ger. Mir fehlt einfach das Verständnis für diese Form des Hasses und ich frag mich ob da die Emotionsgäule mit dem ein oder anderen durchgegangen sind. Mit Vereinsrivalität ist sowas nicht mehr zu erklären in meinen Augen.

  • Bendu Says:

    Die Behauptung, dass wir dem Turnverein wieder Geld geben, so wie von der ‘Südkurve und Co.’ behauptet, soll doch erstmal nachgewiesen werden. Durch Stundung und Mietnachlässe schenkt man doch kein Geld, man sichert eher die noch möglichen Einnahmen. Nach der Logik der ‘Südkurve’ müssten wir aber durch die Insolvenz der 60er diesem Verein aber am meisten Geld schenken.

    Laut Club Nr. 12 haben sich 130 Fanclubs dem offenen Brief angeschlossen. Das sind nichtmal 5 % aller registrierten Fanclubs des FC Bayern.

  • Heinz Gebele Says:

    100% Zustimmung zu dem Artikel.
    Ich vermisse bisher eine klare Distanzierung von Nonultra-Fanclubs von solchen Fadenkreuz- und “Schweine schlachten”-Aktionen.

  • frnikola Says:

    Die haben ja sowieso keine Ahnung was abgeht. Bendu hat es ja schon erwähnt, FCB gibt denen ja kein Geld.
    Ist doch eine ganz einfache Rechenaufgabe.
    Jetzt Stundung und Mietnachlass mit der Aussicht 50mio zu bekommen. Oder jetzt keine Hilfe und man sieht das Geld garantiert nie wieder.

    Was die ganze “Tod und Haß dem TSV” Sache angeht… Wir sind doch nicht in Italien… Ich finde es riesig das ich in Deutschland neben einem gegnerischem Fan sitzen kann, ohne irgendwelche Probleme zu bekommen.
    Die beteiligten Fanclubs können sich schämen.

  • Tinneffs Says:

    Aus der Entfernung betracht finde ich, dass ihr 2 das Ganze zu sehr durch die Vereinsbrille seht.

    Sicherlich, die Causa Neuer ist gewöhnungsbedürftig und in meinen Augen auch sehr konstruiert. Das man eine Abneigung gegen Neuer auf Grund seiner Verbindungen zu den Ultras GE hat, kann ich aber schon in einer Art und Weise nachvollziehen. Einen Großkreutz würdet ihr vermutlich auch nicht haben wollen, selbst wenn er sich zu einer echten Alternative für den FC Bayern entwickeln würde. Aber Großkreutz ist Dortmunder, der klassische Ruhrpottprolet, er passt nicht nach München vermutlich.

    Was die Rettung der 60er anbetrifft, musste ich schon mit dem Kopf schütteln beim Lesen des Beitrages. Hoeneß seine Leistungen für die Bayern und den deutschen Fußball sind, wenn man 1976 einmal vergisst, nicht in Geld zu messen. Bayern zählt zu den größten Klubs der Welt und ist Wirtschaftlich vermutlich der Verein, der am besten aufgestellt ist aus den Top 10 des Weltfußballs.

    Nur, und da streuben sich mir die Nackenhaare, ist der Fußball-Club Bayern München e. V. wie der Name sagt ein eingetragener Verein. Uli Hoeneß ist von den Mitgliedern gewählt worden und hat die Interessen der Mitglieder des FC Bayern München zu vertreten. Und die Aktion gegen die 60er wird ja nicht nur durch ein paar Ultras getragen, sondern durch über 130 Fanklubs des Fc Bayern München. Und die haben auch das gute Recht, die Vereinspolitik des FC Bayern zu kritisieren, genau wie sie Hoeneß kritisieren dürfen und müssen, wenn er sich nicht an seine Worte hält. Mit so einer Aussage, dass man den Löwen nie wieder helfen wird (egal welchen Wissensstand man hat)kann man nicht nur auf Stimmenfang gehen, sondern man muss sich dran halten. Wird man aber belogen (oder verarscht), dann darf man auch protestieren. Ein bisschen ähnelt das der Situation in Dortmund und Meier & Niebaum. Damals wurde jede Art der Kritik runter gebügelt und der Erfolg damals konnte das drohende Desaster noch vertuschen.

    Die ausfallenden Proteste gegen Hoeneß sind für mich dann auch ein hausgemachtes Problem. Die Führungsriege des FC Bayern ist aus meiner entfernten Sicht nicht kritikfähig, wenn es um Fanbelange geht. Davon haben sie schlichtweg keine Ahnung bzw. kein Gespür für. Das war schon damals so, als es um die “scheiß Stimmung” ging, es war bei Neuer so und es ist nach Samstag wieder so. Man macht die Leute mundtot, man hört sie nicht an. Und mit normaler, sachlicher Kritik findest du kein Gehör. Also musst du zwingend polarisieren, dich der stilistischen Mittel von Hoeneß (“für eure Scheiß Stimmung seit ihr doch verantwortlich”) oder Nerlinger bedienen (Im übrigen zeigt seine Reaktion nach dem Spiel, das man soweit von der Club Nr.12 und Co entfernt ist wie die Löwen von der 1. Liga). Wo wir dann wieder in Dortmund wären, wo auch Meier & Niebaum einiges einstecken mussten, was – neutral und nüchtern betrachtet – ziemlich starker Tobak war. Aber es ist eben nun mal keine emotionslose Geschichte. Für viele Bayernfans nicht und damals auch für viele Borussen nicht.

    Dabei könnte Hoeneß ganze ziemlich schnell beruhigen, in dem er mit dem Club Nr. 12 in Kontakt tritt und erklärt, was ein Aus der Löwen für den FC Bayern für Konsequenzen hätte. Aber das wird er nicht tun. Lieber wird weiter Stimmung über den Boulevard gemacht und innerhalb der Fanszene des FC Bayern werden die Risse immer größer.

    Gruß
    Tinneff

    PS: Ich finde im Übrigen sehr wohl, dass man politische Entscheidungen des Vereins hinterfragen darf. Aber das ist ein Schritt, den ihr in München vielleicht erst dann bemerkt, wenn es irgendwann man dem FC Bayern finanziell richtig schlecht geht. Fragt mal nach in Dortmund oder bei anderen Klubs, die finanziell in heftiges Fahrwasser geraten sind. Da werdet ihr kaum einen finden der sagt, dass sich Fans und Vereinsmitglieder aus den Entscheidungen raushalten sollten und diese nicht kritisch hinterfragen sollte.

  • gossipia Says:

    Schöner Beitrag und entspricht auch meiner Meinung.
    Ich mag die Turner zwar auch nicht und würde auch gern das “in der Bayernligaaaaaa” -Lied für sie anstimmen aber wenn Hoeneß, Hopfner u. Co. eben durchgerechnet haben, dass eine Stundung der Schulden günstiger kommt, als die 60er absaufen zu lassen, dann ist das eine Entscheidung und kein Diskussionsstoff.
    Hoeneß hat den Verein die letzten 30 Jahre finanziell erfolgreich geführt, da wird er für die Zukunft auch keine elementare Fehlentscheidung treffen. Wie du schon erwähnst, ist der springende Punkt, dass Außenstehende die Finanzen des FCB bzw. die Verbindlichkeiten der Turner im Detail nicht kennen. Somit sind besagte Fanclubs und Schickeria auch nicht in der Position das ganze irgendwie zu beurteilen bzw. zu belegen, dass der FCB finanziell besser fährt, wenn sie 1860 absaufen lassen.
    Die Aktionen in der SK sind einfach nur noch beschämend…für das Anspruchsdenken einzelner Fangruppierungen finde ich keine Worte.
    Aber wehe man ist nicht d’accord, dann ist man ein böser “Erfolgsfan”. Ich selbst finde es nicht verwerflich, dass ich zu jenen gehöre, die es bedauern, dass die Meisterparty heuer auf dem Borsigplatz anstatt auf dem Marienplatz stattfindet (die Hymne “forever number one” ist ja auch kein Zufallsprodukt sondern spiegelt das Anspruchsdenken des Vereins).
    An den Medien stört mich, dass sie bei den SK-Aktionen von “Fan-Aktionen” sprechen und somit schon indirekt unterstellen, dass ALLE FCB-Fans gutheißen, was die SK fordert oder was sie verurteilt.

  • Tinneffs Says:

    @gossipia

    Natürlich können Club Nr.12 das ganze nicht belegen, wie hoch der finanzielle Aufwand für Bayern München ist. Aber wieso darf man das dann nicht kritisieren? Ich finde die Ansatzpunkte von C12 durchaus richtig in dem man feststellt, dass die Löwen ein (Zitat Hoeneß)”Fass ohne Boden sind”.

    Und ein weiterer Punkt: Warum gibt es von den Bayernfans, die eine andere Meinung haben, keine Gegenaktion im Stadion?

  • BigEasyMuc Says:

    Als so ganz kann ich Dir da nicht zustimmen.

    Da ich am Samstag nichts vom Spiel mitbekommen habe, sind auch die NEUERlichen Aktionen einiger Fans dort bzgl. dem TSV 1860, Herrn Neuer und unserem Präsidenten zunächst an mir vorüber gegangen.

    Was dann darüber zu lesen war, findet natürlich im Ausdruck auch nicht meine Zustimmung. Wie Du und weiter oben in den Kommentaren auch z.B. Helmi finde ich, dass Hass – wie auch immer er zum Ausdruck gebracht wird – nirgendwo etwas verloren hat. Dazu gibt es aus meiner Sicht auch keinerlei Diskussionsspielraum.

    Deine Meinung allerdings, dass wir uns überhaupt kein Urteil über die politischen Entscheidungen unseres Vorstands machen dürfen, kann ich überhaupt nicht teilen.

    Die Frage ist doch vielmehr, ob wir uns ein richtiges Urteil bilden können, oder? Die Antwort: Natürlich nicht, ganz einfach weil uns die dafür notwendigen Details nicht bekannt sind.

    Ungeachtet dessen muss aber wohl zumindest jedes Mitglied dieses Vereins das Recht haben, seine grundsätzliche Meinung zu diesen Themen zu äußern. Keine Frage, dass dies in angemessener Art und Weise siehe oben, Stichwort Hass) und ohne beleidigenden Charakter (Hoeneß Du A…) zu geschehen hat. Das Spruchband bzgl. Neuer, Daum und Lemke fand ich in diesem Kontext da z.B. absolut legitim, auch wenn es nur die Meinung einer Minderheit der Fans ausdrückt.

    Ich bin wie Du der Meinung, dass Uli Hoeneß mehr als jeder andere für diesen Club getan hat und dass wir ohne ihn vermutlich nicht annähernd so erfolgreich da stehen würden, wie das jetzt der Fall ist. Das macht den Uli aber nicht automatisch zum Sonnenkönig des FCB, an dem jede Kritik verboten ist.

    Ich persönlich habe überhaupt kein Problem damit, wenn mein Club dem Lokalrivalen jetzt wieder einmal helfend unter die Arme greift. Ich habe auch kein Problem mit Herrn Neuer, obwohl ich persönlich zukünftig lieber eigene (Nachwuchs-)Kräfte in unserem Tor sehen würde. Ich habe aber ein Problem damit, wenn ich alles immer kritiklos gut finden soll, was unser Präsident so von sich gibt. Ich denke, dass es dem Uli sehr gut tun würde, wieder etwas mehr Bodenhaftung zu gewinnen und weniger selbstherrlich aufzutreten. Er wäre gut beraten, Kritik – sofern sie angemessen vorgetragen wird – zu berücksichtigen und auf sie einzugehen, unabhängig davon, ob er sie nun für berechtigt hält oder nicht. Andernfalls ist er nämlich genau das, was er unserem aktuellen Trainer jüngst zum Vorwurf machte: Beratungs- und kritikresistent. Nix für ungut.

  • Patrick Says:

    @BigEasyMuc

    Natürlich darf man dazu seine Meinung äußern, wenn man die Fakten kennt. Da habe ich mich falsch ausgedrückt. Auch wollte ich UH nicht zum Sonnenkönig machen und ich gebe dir auch Recht, dass sein Auftreten gerne mal überzogen ist, aber diese Kritik von Samstag war leider ziemlich daneben. Aber da sind wir uns ja ziemlich einig.

  • gossipia Says:

    @Tineff: Kritisieren meinetwegen…aber es geht um die Art und Weise. Der offene Brief des C12 ist ja nicht verwerflich. Es geht ja eher um diverse Transparente, die am WE zu lesen waren.
    Eine FCB-Fankultur funktioniert im Übrigen auch ohne die Schickeria..die gibt’s ja erst seit ca. 10 Jahren -wenn ich das richtig gelesen habe-.
    Gerade im Heimspiel gg. deinen BVB war ja von den selbsternannten “wahren Fans” nicht viel zu hören. Euer Großkreutz hat schon vor der Partie verkündet “das wird ein Heimspiel” und es hat sich dann bewahrheitet. Somit frag ich mich schon wer braucht Schickeria u. Konsorten und wofür? Finanziell bringen sie dem Verein nicht die Welt (das machen die Logengäste) und Geisterkulisse geht auch mit vollbesetzter SK.
    Und wenn man sich daran aufhängt, dass der Mitgliedsbeitrag ja angeblich an die 60er verprasst wird, dann muss man halt seinen Konsequenzen ziehen und austreten.

    Die Frage zur Gegenaktion kann ich dir leider nicht ausreichend beantworten. Vielleicht sind die Hoeneß-Befürworter passiver oder wollen halt einfach nur Fußball sehen ohne irgendwelche Statements abgeben zu müssen. Sich nicht an den Aktionen zu beteiligen ist ja auch eine Aussage, wenngleich die Transparente natürlich medienwirksamer sind.

  • BigEasyMuc Says:

    Da sind wir uns einig, keine Frage. Der Ton macht halt die Musik und da wurde am Samstag wohl sehr stark daneben gegriffen, zumindest was die Geschichte mit Hoeneß und seinem aktuellen Engagement für den Lokalrivalen betrifft.

  • Gunnar Says:

    Ich glaube nicht, dass wir den offenen Brief des Club Nr. 12 als Ausgangspunkt der Aktionen vom Samstag ansehen sollten. Den offenen Brief fand und finde ich richtig. Da wird ordentlich argumentiert und die Wortwahl ist auch angemessen. Es geht darin übrigens einzig und allein um die Unterstützung für 1860, die man nicht für gut heißt, und nicht um Neuer oder sonstwas.
    Dass das der Schickeria und anderen Gruppen (nebenbei: Club Nr. 12 != Ultras) gerade gut in den Kram passt, mag sein, aber die Aktionen, die SM & Co. daraus ableiten, sind völlig daneben – da teile ich völlig Deine Meinung.

  • frnikola Says:

    Die könnten ja ihren Unmut auf andere weise zeigen. Man könnte ja schreiben “Wir wollen keine Hilfe für 1860.” Und nicht die “Schweine” Aktion…

    Vor allem da sie ja die selbsternannte “Spitze” der Bayern Fans sind.

  • Tinneffs Says:

    Aber nun haben die Schickeria Jungs und Mädels das, was sie sonst nicht bekommen von den Vereinsoberen und den Medien: Aufmerksamkeit.

    Ich glaube man muss da auch verstehen, dass es hierbei um einen über Monate, wenn nicht Jahre aufgestauten Frust geht. Natürlich sind Ultras viel kritisiert, zum Teil zu Recht. Aber es gibt auch genug Leute, die die Ultras scheiße finden, die dann aber gerne vor anderen damit prahlen, wie geil doch die Bayernfans sind, wenn sie mal wieder eine grandiose Choreo raus hauen. Und sofern ich richtig informiert bin, ist da Club Nr.12 (die sich nicht als Ultras bezeichnen)immer ganz dick mit dabei, wenn es um sowas geht.

    Im Grunde will ich den Ton auch gar nicht gut heißen, aber wenn man hört, wie sich Nerlinger, Beckenbauer, Hitzfeld und Co äußern, dann sollte man sie schon daran erinnern, dass auch sie die Meinung anderer nicht einfach so abtun können und sollten.

  • Gunnar Says:

    @Tinneffs: Meinst Du am Ende des zweiten Absatzes mit “sowas” die Choreos? Ja, da ist der C12 allerdings häufig verantwortlich. Aber bei den Plakaten und Transparenten vom Samstag reden wir ja nicht von einer Choreo, oder?

  • Tinneff Says:

    @Gunnar

    Natürlich nicht. Spruchbänder sind natürlich keine Choreos.

    Ich denke dabei an so Sachen wie Mailand 2001, die Eröffnung der neuen Arena (eigentlich alle ganz-Stadion-Choreographien). Das sind eben auch die so verrissenen Ultras bzw. Mitglieder von Club Nr. 12. Denke der Übergang vermischt sich da sehr.

  • Gunnar Says:

    Wie schon oben erwähnt: man sollte C12 und SM nicht in einen Topf werfen. Sicher gibt’s Leute, die bei beiden Mitglied sind, aber ich glaube nicht, dass das die große Masse ist.

  • FCB, 1860 und Haching im „BLOGlichtgewitter“ (14/2011) « BLOGpunkt Sport Says:

    [...] „Seid ihr alle „total“ wahnsinnig?“ (kaisergrantler.de) [...]

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