Olle Kamellen

Ist eigentlich momentan so wenig los in der Liga, oder warum wird neuerdings überall vom Kampf zwischen Daum und Hoeneß berichtet?

Mal eine kleine Info für alle ewig Gestrigen: Die beiden treffen nicht zum ersten Mal nach 1989, bzw. nach der Kokain-Geschichte aufeinander. Gut, der Uli hat etwas Schuld an der neuen alten Geschichte. Schließlich ist der Satz, „Bruchhagen muss ein Pülverchen im Kaffee gehabt haben, als er Daum verpflichtete“, nicht zu unterschätzen. Aber die harten Zeiten sind doch nun wirklich vorbei. Außerdem ist Christoph Daum mit seiner Eintracht aus Frankfurt auch wahrlich kein Ligakonkurrent.

Andries Jonker scheint in die gleiche Rolle wie Jupp Heynckes zu schlüpfen, als er uns nach dem Abschied von Klinsmann, wieder in die Spur brachte. Aber letztendlich wird dies erst das Spiel in Frankfurt zeigen. Einiges wurde geändert. Es wurden die Quadrate auf dem Trainingsplatz entfernt. Unter van Gaal durften die Spieler ihre eingeteilten Quadrate nicht verlassen, damit die Position in Fleisch und Blut übergeht. Jonker hat diese Einteilung entschärft und versucht immer wieder mehr Spaß ins Team zu bekommen.

Inzwischen tauchen immer mehr Interviews von Spielern auf, in denen die Situation unter van Gaal erklärt wird. Dabei ist das Interview von Hans-Jörg Butt in der SZ zu empfehlen. Man liest immer wieder, dass einige Spieler Angst vor Louis hatten. Andere wiederum, hatten mit ihm keine Probleme. Meiner Meinung nach, sollte KEIN Spieler vor dem Trainer Angst haben müssen. Das darf nicht sein. Punkt!

Wie ich schon vermutet habe, wird die Entlassung von van Gaal immer verständlicher, umso mehr man von den letzten beiden Jahren erfährt. Unbestritten ist in allen Fällen, dass van Gaal ein großartiger Taktiker ist. Dieses Lob bekommt der Holländer von jedem Spieler und in jedem Interview. Doch die menschliche Seite, seine Autorität und sein Sturkopf haben ihm den Job gekostet. Ich kann inzwischen nicht mehr verstehen, dass einige trotzdem auf Uli Hoeneß herumhacken und Louis van Gaal hinterhertrauern. Ja, wir wechseln zu oft unsere Trainer, aber deshalb muss man sich nicht auf der Nase herumtanzen lassen. Und das hat van Gaal getan.

Manuel Neuer hat mit „Pipi in den Augen“ bekanntgegeben, dass er Schalke verlassen wird. Wohin sein Weg geht, ist jedem klar. Nächste Saison wird der Gelsenkirchener im Bayern-Tor stehen. Die Meinungen der Fans sind weiterhin gespalten. Nicht nur auf der Bayern-Seite, auch auf Schalke gibt es zwei Fanlager. Einige verstehen seine Entscheidung und wünschen ihm alles Gute, andere stellen ihn als Judas und Heuchler da. Ich muss sagen, dass ich mit weniger Kritik an Neuer gerechnet habe. Aber so einen Status, wie ich immer angenommen habe, scheint er doch nicht zu haben. Spannend werden die beiden kommenden Spieltage. Wie reagieren die Schalker-Fans beim Heimspiel gegen Kaiserslautern und was passiert eine Woche später in München, wenn Schalke dort auf unsere Bayern trifft? Auf Schalke verzichtet man darauf den Anti-Bayern-Song der Toten Hosen zu spielen. Dieser Song gehört anscheinend zum Standardprogramm auf Schalke. Im München wird ein Treffen vom Fanclub-Dachverband „Club Nr. 12“ geplant. Eingeladen sind alle Fanclubvorsitzenden. Das Treffen findet vor dem Spiel gegen Schalke statt. Daher habe ich ein wenig Hoffnung, dass eine nicht ganz so schlimme Anti-Neuer Stimmung herrschen wird. Es wird doch sicherlich genügend Vorsitzende geben, die einen kühlen Kopf bewahren, das Thema ansprechen und auf eine gesunde Schiene lenken. Bitte! Aber jetzt ist erst mal Frankfurt wichtig.

Jungs, bringt 3 Punkte nach Hause! Alles andere ist doch sowieso egal…

Macht auch wieder mit beim “Tippkaiser”. Einfach per Kommentar Torschützen, Vorlagengeber und Zeitpunkt des ersten Bayern-Tores anhand von Dritteln bestimmen.


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