Okt 17 2012

Vom Erholungsgebiet zum Stressfaktor

Was waren das noch für Zeiten, in denen Bayern-Spieler zur Erholung zur Nationalmannschaft „geschickt“ wurden. Abschalten vom so druckvollen Alltag beim FC Bayern. Jetzt müssen wir uns Sorgen machen, dass der „Krampf“ vom DFB nicht mit zum FCB geschleppt wird.

Und wem haben wir das alles zu verdanken? Manuel Neuer und Holger Badstuber. Die beiden Protagonisten werden hauptsächlich erwähnt, wenn man dabei ist einen Schuldigen für dieses 4:4 zu suchen. Natürlich nur neben Lahm und Schweinsteiger, die anscheinend nicht laut genug eingefordert haben, doch jetzt bitte kein Tor mehr zu kassieren. Schlimm, dass man das den Jungs anscheinend mitteilen muss, und dann auch noch möglichst laut. Aber das sind ja nicht die einzigen Personen mit Schuldpotential. Wir dürfen Andreas Köpke, Oliver Bierhoff, Hans-Dieter Flick und vor allem Joachim Löw nicht vergessen. Keiner dieser Spieler war in der Lage, das Unaufhaltsame aufzuhalten. Kein Tritt in den Hintern, keine Blutgrätsche, nicht mal ein Schubser in die Werbebande konnte beobachtet werden. Versagen auf ganzer Linie. Wo sind all die Effenbergs und Baslers hin?

Zu Kaisers Zeiten hätte es so was nicht gegeben. Da wurden alle Spiele gewonnen und ein Rückstand wurde nie verspielt. Aber da spielten auch noch Gerd Müller und Sepp Maier, da konnte man ja nur gewinnen.

Jetzt muss Heynckes zusehen, dass er dieses Debakel aus den Köpfen der Spieler bekommt. Man stelle sich vor, Dortmund und Bayern verlieren am Wochenende. Dann ist der Kopf von Löw nicht mehr zu retten. „Es kann nicht sein, Herr Löw, dass die Zugpferde des deutschen Fußballs unter Ihnen leiden.“ Dieses Zitat darf am Sonntag im Doppelpass gerne benutzt werden. Ich gebe die Rechte hiermit frei.

Die Menschheit ist so, wie sie ist. Zwischen „unfassbar gut“ und „die Truppe taugt nichts“, liegen halt lediglich 4 Gegentore in 30 Minuten gegen eine schwedische Fußballmannschaft. Moment mal, da stand ein Gegner auf dem Platz? Unwichtig.


Feb 10 2010

So sieht also Ruhe aus

Die gestrige PK vom DFB ließ viel Platz für Spekulation. Im Endeffekt hatte sie nur ein Ziel: Es soll Ruhe herrschen vor der WM.

Vielleicht hätte man diese Botschaft auch an die Medien weitergeben sollen. Schlagzeilen wie, “Löw hört nach der WM auf”, tragen natürlich nicht dazu bei, dass Ruhe einkehrt. Gut, die Medien verdienen auf diese Weise ihr Geld, aber warum muss sich auch noch Herr Ballack zu Wort melden und verkünden, dass uns das Thema weiter beschäftigen wird?

Herr Ballack, Sie sind Kapitän. Eine Anwort wie, „Dazu wurde gestern alles gesagt“, ist gar nicht so schwer wie sie aussieht. Sie können es sogar auf deutsch sagen. Gar kein Problem.


Feb 8 2010

Die WM ist jetzt schon im Eimer

löw zwanziger bierhoffAktuallisiert am 09.02.10 um 17.13 Uhr: Haben die Herren meinen Blog gelesen, oder was ist passiert? :-) Es haben sich also alle wieder lieb. Zumindest offiziell!

Alle die sich mit dem Fußball beschäftigen, wissen, dass es von kolossaler Bedeutung ist, dass man eine ruhige und harmonische Stimmung im gesamten Umfeld eines Teams haben muss. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um eine Kreisliga-Truppe oder um die Nationalmannschaft handelt.

Abgesehen von dem jetzigen Theater, gab es schon in der Spielerauswahl und jetzt schon bekanntgegebene Entscheidungen (Thorsten Frings), einigen Unmut. Dazu kam noch der Fitnesstest vor einigen Wochen und dem dazugehörigen Genörgel von Louis van Gaal. Alles was zu Zeit von Joachim Löw & Co. veranstaltet wird, geht auf merkwürdiger Weise in die Buchse. Sicherlich ist dort immer recht viel Boulevard dabei, aber selbstgemacht sind die Themen allesamt.

Jetzt erreicht die gesamte Geschichte einen absoluten Höhepunkt. Da reihen sich Geschichten zusammen, die man eigentlich bei so einem Verein wie dem DFB nicht für möglich hält. Handschlagsvereinbarungen über Verträge, die aber nur eine Abschiedsgeste waren. Ein Ultimatum von 48 Stunden für so einen renommierten Mann wie Jogi Löw. Vetorechte für Leute die eigentlich nur ein vernünftiges Hotel aussuchen sollen. Maulwurfverhalten bei vertraglichen Angelegenheiten. Das ist insgesamt soviel Stoff, um bis zur WM darüber reden zu können. Man möchte es gar nicht glauben, und hofft immer noch auf eine Meldung, dass man uns alle nur veräppelt hat. Vielleicht wird es ja noch am 1. April bekanntgegeben und Vollzug in den vertraglichen Angelegenheiten gemeldet. Denn eines steht fest, bei jedem Länderspiel oder der beginnenden Vorbereitung auf die WM, wird uns das Thema nicht mehr verlassen. Darum bitte ich die Herren Bierhoff, Löw und Zwanziger, schafft die Angelegenheit schnell aus der Welt. So gewinnt man keine WM. Unmöglich!

Dabei hat jede Partei Fehler gemacht. Einfach mal das Ultimatum weglassen, den Löw soviel Kohle wie einst Klinsmann verdienen lassen, dem ehemaligen L’Oreal-Model mit Schauma den Kopf waschen und den Zwanziger wieder den lieben Mann sein lassen, den er bei den Frauen-Turnieren so gerne mimt.

Reißt euch zusammen und spielt Fußball!