Jan 19 2012

Jahrzehntelange Herrschaft und ein Transfer

Es ist soweit. Die Bundesliga kehrt in den Alltag zurück. Endlich wird wieder über Fakten auf dem grünen Rasen gesprochen. Vielleicht wird es dann auch wieder ruhiger um den neuen Lieblingsclub in Deutschland. 

Natürlich meine ich damit lovely Borussia Dortmund. Nein, ich bin nicht neidisch. Worauf soll man auch neidisch sein? Dortmund profitiert vom Erfolg des FC Bayern. Das Land ist hungrig nach einer Wachablösung im deutschen Fussball. Was wäre das für eine riesige Geschichte, wenn es einen Verein geben würde, der tatsächlich dauerhaft dem FC Bayern Paroli bieten würde? Aber was ruft eigentlich die Medien und Fans auf dem Plan, dass von einer Wachablösung die Rede ist? Ein Titel in den letzten Jahren und ein Transfer eines Jungstars, den auch die Bayern gerne gehabt hätten. Mit Verlaub, das ist ja geradezu lächerlich. Ich bin immer wieder überrascht wie schnell sich Fans Selbstbewusstsein erlügen können. Der BVB stellt sich inzwischen gerne als Talentschmiede da. Der Verein, der auf junge Leute aus Deutschland setzt. Was hatte die Borussia auch für eine Wahl, nach jahrelanger Misswirtschaft? 

Jetzt ist es also passiert. Herr Watzke und Herr Zorc nehmen wieder richtig Kohle in die Hand und verpflichten den Herrn Reus. Und schon geht ein Erdbeben durch das Land. Man freut sich landesweit, dass den Bayern ein Schnippchen geschlagen wurde. “Außerdem ist das ja auch eh viel besser, bei den Bayern würde er sowieso nur auf der Bank versauern.” Der BVB ist übrigens der Verein, der Marco Reus keinen Profivertrag geben wollte und nach Ahlen “geschickt” hat. Und jetzt nimmt man 17 Millionen in die Hand um den guten Mann zurückzuholen. Kann man in so einem Fall eigentlich von erneuter Misswirtschaft reden? Nein, nicht bei lovely Borussia Dortmund. 

Aber was soll’s? Irgendein Thema braucht man in der fussballfreien Zeit. Womit sollte man sonst die Zeitungen und Sportsendungen füllen? Jetzt wird wieder Fussball gespielt und der Rest erledigt sich von selbst. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir nach dem Wochenende dem BVB mit 5 Punkten enteilt sind. Dann wird erst wieder bei der nächsten Bayern-Pleite über eine Wachablösung gesprochen. 

Ich freue mich, dass Schweinsteiger wieder auf dem Platz stehen wird und das die Rückrunde mit der mehr als interessanten Partie Gladbach-Bayern wieder losgeht. Kann die Borussia die Leistung der Rückrunde bestätigen? Werden die Bayern die Niederlage vom ersten Spieltag ausgleichen können? Ich bin mir sehr sicher, dass sie das machen werden. Auf geht’s!

Macht auch wieder mit beim “Tippkaiser”. Einfach per Kommentar Torschützen, Vorlagengeber und Zeitpunkt des ersten Bayern-Tores anhand von Dritteln bestimmen.


Nov 21 2011

Verdienter Schwachsinn

Als wenn das Spiel gegen Dortmund mich nicht schon genug aufgeregt hätte, könnte ich bei der Nachberichterstattung erneut komplett ausflippen.

Zunächst mal kann man sich aufgrund des Gegentores die Augen ausheulen. 3x haben wir bereits den Ball so gut wie geklärt, bis er letztendlich doch im Netz landet. Robben verliert den Ball, Rafinha bekommt ihn zurück und verliert ihn auch gleich wieder. Boateng und Badstuber können eigentlich klären, klappt aber nicht, weil der Ball blöderweise aus dem Sichtfeld der beiden fliegt und Götze vor den Füßen landet. Blöder kann es kaum laufen.

Ein Spiel bei dem wir mehr investiert haben als die Borussia. Heimspiel hin oder her, wir waren 5 Punkte vor. Ein Unentschieden hätte mir gereicht. Ich hätte die Borussia anrennen lassen. Das entspricht nicht unserer Spielweise, hätte aber sicherlich für einen Überraschungseffekt gesorgt. So ging der Plan von Klopp leider auf. Hinten dicht machen, sauberes Pressing und mit ein bisschen Glück ein Tor erzielen.

Warum diese Spielweise dann besser war, als das Bemühen des FC Bayern, bleibt mir mal wieder ein Rätsel. Mehr Ballbesitz, mehr Chancen, schöneres Spiel. Der Gegner erzielt ein Tor und alles zählt nicht mehr. Der Sieg ist verdient. Kapiere ich nicht. Wenn wir solche Spiele gewinnen, wird von unverdient und Bayern-Dusel gesprochen. Natürlich waren wir nicht wirklich gut. Das Spiel erinnerte in vielen Dingen an das Spiel gegen Gladbach. Auch da war es ein glückliches Tor für den Gegner, dass uns auf die Verliererstraße gebracht hat. Und auch da fehlten uns die Mittel für schnelle, saubere Angriffe. Aber auch in diesem Spiel gab es eine drückende Überlegenheit für uns.

Ob nun der Einsatz von Robben richtig war oder nicht, lasse ich mal dahingestellt. Im Nachhinein war es sicherlich ein Fehler, aber wenn man so etwas vorher wüsste, würde man es ja auch anders machen. Also können wir uns die Diskussion sparen.

Man könnte sich auch noch zum Handspiel von Robben und von Götze äußern. Bei Robben wurde der Ball an die Schulter abgepfiffen, bei Götze nicht. Aufgrund der Geschichte um Babak Rafati, halte ich mich mit Anschuldigungen zurück. Ich habe so etwas eh meist selten getan. Was man aber bei Spielen von Rafati in der Twitter-Timeline lesen konnte, war schon hart. Ich möchte mich nicht an Spekulationen um Rafati beteiligen, aber man sollte unsere Amateur-Schiedsrichter endlich aus der Schussbahn nehmen. Warum werden überhaupt Spieler und Schiedsrichter benotet? Man stelle sich mal vor, wir würden in unserem Job jede Woche Noten bekommen. Grauenvoller Gedanke. Suizidversuche würden wahrscheinlich um das zigfache steigen. Wahrscheinlich sagt man sich bei Spielern, dass die das verkraften, weil sie schließlich Millionen verdienen. Das ist natürlich Schwachsinn und gilt nun mal für unsere Schiedsrichter gar nicht. Die gehen nach wie vor ihrem Job nach und müssen sich trotzdem mit Anfeindungen und Presseberichten auseinandersetzen. Macht unsere Schiris zu Profis, gebt ihnen ein Team zur Vor- und Nachbereitung. Das Beisammensitzen nach einem Spiel reicht absolut nicht aus. Spieler haben Ärzte und Psychologen. Schiedsrichter bräuchten sie wahrscheinlich dringender.

Schafft das Benotungssystem für Spieler und Schiedsrichter ab. Eine Top-Elf des Spieltags, vielleicht auch mit Schiedsrichter, kann man ja beibehalten. Aber lasst die Noten weg. Niemand will lesen, dass man seinen Job mal wieder nur mangelhaft ausgeführt hat. Wir reden hier über Menschen.


Nov 17 2011

Lieber Kevin…,

nein, ich lasse es. Ich werde mich nicht diesem unbändigen Drang hingeben und einen erneuten Kleinkrieg mit irgendwelchen BVB-Forum-Lesern anfangen. 10 000 Besucher, 127 Kommentare und noch mal so viele Beleidigungen und Drohungen (die ich gelöscht habe) sind verlockend, aber wahrscheinlich auch nicht wiederholbar.

Es gibt ja auch gar keinen Grund dazu. Das leise Wimmern von Großkreutz, dass man sich mit dem FCB auf Augenhöhe sieht, reicht für mich zurzeit nicht aus, um dem jungen Mann einen neuen offenen Brief zu schreiben. Es sei denn, er hätte den letzten Brief auch gelesen. Verlockender Gedanke und vielleicht gar nicht so unwahrscheinlich, bei der Anzahl der Besucher. Ich gebe auch zu, dass ich so einen Brief schon zur Hälfte geschrieben, aber im endlosen Ordner der Entwürfe verschoben habe. Aber wer weiß wie es in der Rückrunde aussieht. Vielleicht ist der BVB dann tatsächlich auf Augenhöhe und der liebe Kevin haut mal wieder was richtiges raus. Dann lasse ich mich eventuell überzeugen. :-)

Durch die Länderspielpause und die gestern gestartete Aktion Libero, ist es relativ ruhig, was die Bundesliga angeht. Dabei spielen die absoluten Topmannschaften am Samstagabend gegeneinander. Das Topspiel ist endlich auch mal tatsächlich top. Kleine Frage nebenbei, warum heißt das Samstagabendspiel “Topspiel” und nicht einfach “Abendspiel”? Ich will nicht arrogant wirken (oder zumindest nicht noch arroganter), aber Hertha BSC (Achtung, man darf jetzt nicht noch Berlin schreiben) gegen den 1.FC Köln (hier darf man ruhig Köln schreiben) ist vielleicht ein schönes Abendspiel, aber doch recht weit von einem Topspiel entfernt.

Gut, genug über Lappalien gegrantelt. Es geht es um wichtigeres. Wir können unseren Vorsprung auf 8 Punkte gegenüber Dortmund ausbauen. Gladbach und Bremen nehmen sich die Punkte gegenseitig weg. Schalke hat sich nach dem Ausfall von Farfan selbst erledigt. Und damit wären alle nennenswerten Konkurrenten aufgezählt.

Da ich mir irgendwie nicht vorstellen kann, dass wir jetzt schon wieder 8 Punkte davonziehen, aber mir auch nicht in den Kopf will, dass Dortmund bei uns gewinnt, gehe ich zu 99% von einem Unentschieden aus. Ist ein reines Gefühl, dass der aktuellen Situation geschuldet ist. Berechnungen aufgrund von evtl. Aufstellungen spielen dabei keine Rolle. Ihr werdet noch an mich denken. So etwas sagt mir meine 26jährige Fankarriere.

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Feb 27 2011

111 Jahre FC Bayern – Partycrasher BVB

Heute wird der FC Bayern München 111 Jahre alt. Vor einem Jahr, zum 110. Geburtstag, war ich im Stadion gegen den Hamburger SV. Der FC Bayern gewann mit 1:0 und wir wurden seit langer Zeit endlich wieder Tabellenführer. Gestern lief es komplett anders. Wenn man es zusammengefasst betrachtet, hatten wir keine Chance das Spiel für uns zu entscheiden.

Die Dortmunder spielten wunderbaren Fußball. Das Ausschwärmen bei einem Konter ist echte Spitzenklasse. Jürgen Klopp hat gestern der Fußballwelt gezeigt, wie man Ribéry und vor allem Robben aus dem Spiel nimmt.

Ich schreibe schon mal vorab, dass ich nicht möchte, dass unser Trainer zur Disposition steht. Louis hat sicherlich für jede seiner Aktionen eine Idee oder einen „Masterplan“ (ekelhaftes Wort), aber so manches Vorhaben stößt leider an die Grenzen eines Fangehirns. So ziemlich jeder Schreiberling wird sich auf die Tatsache stürzen, dass Gustavo und Pranjic wieder die Positionen getauscht haben, obwohl Gustavo gegen Inter Mailand hervorragend gespielt hat. Pranjic lässt sich nur schwer beurteilen, da er nach wenigen Minuten gegen Inter ausgewechselt werden musste. Ich habe es schon so oft angesprochen, warum spielen die Spieler nicht auf den Positionen, die sie aus unser aller Sicht am besten können? Sicherlich lag es nicht nur daran. Bastian Schweinsteiger hat unterirdisch gespielt, das dürfte jeden Zuschauer in der Arena und vor dem TV aufgefallen sein. Sicherlich auch ein Grund, warum wir ziemlich Chancenlos waren. Müller war fast nicht vorhanden.

Warum tauschen Robben und Ribéry nicht die Seiten?

Der BVB hat unsere Flügelzange aus dem Spiel genommen. Robben kam kaum zum Abschluss und wurde zumeist gedoppelt. Der dadurch gewonnene Platz wurde von uns nicht genutzt, da zu wenig Laufbereitschaft vorhanden war. Robben und Ribéry spielen ja eigentlich auf den verkehrten Seiten. Robben ist Linksfuß, Ribéry ist Rechtsfuß. Man könnte jeden Gegner ordentlich durcheinander wirbeln, wenn man zwischendurch einfach die Positionen wechseln würde. Gerade gestern, hätte man damit für richtige Überraschungsmomente sorgen können. Es hätte nicht schlimmer kommen können, ein Risiko war somit nicht vorhanden. Aber vielleicht behält sich Louis diesen „Trick“ für ein noch wichtigeres Spiel vor. Kann ja sein.

Unsere Abwehr ist und bleibt ein Hühnerhaufen

Allein die Aktion zum 2:1 war grauenhaft anzusehen. Vier Spieler gehen auf den ballführenden Spieler, während sich 2 Borussen in Position bringen können. Jede Schülermannschaft würde man für diese Aktion zusammenfalten. Badstuber wurde völlig zu Recht zur Halbzeit ausgewechselt. Nach seiner Verletzung kommt er nicht so richtig in Fahrt. Wobei man aber auch sagen muss, dass er einige Defizite hat und ich nicht sicher bin, ob er auf Dauer unsere Abwehr weiterbringt. Wir müssen mindestens einen Innenverteidiger und einen linken Außenverteidiger verpflichten. Daran kommen wir einfach nicht vorbei.

Ich war mich sicher, dass wir gewinnen werden

Allerdings hat sich dieses Gefühl am Donnerstag und Freitag etwas abgeschwächt. Hoeneß sprach von einem deutlichen Sieg mit 2 Toren Vorsprung. Ich fand diese Aussage etwas unpassend und unangebracht. Ja, auch ich hatte eine große Klappe mit meinem Brief an Kevin Großkreutz, aber einen Sieg mit zwei Toren Vorsprung zu fordern oder anzukündigen, ist schon beinahe Respektlos. Es war absolut nicht förderlich für den Trainer und die Mannschaft. Der Druck war schon vorher groß genug. Und so beschlich es mich, dass das Spiel vielleicht doch nicht gut für uns ausgeht.

Liebe Dortmunder,

ihr könnt euch jetzt wieder beruhigen und diesen Blog bis zur nächsten Saison verlassen. Ihr habt es mir jetzt gezeigt, es braucht keine weiteren Kommentare mehr. Wenn ihr euch aber langweilt und eure Blogs und Foren zu eintönig sind, dann könnt ihr auch gern hier verbleiben. Ein bisschen Bayern sind wir doch alle, nicht wahr?


Feb 24 2011

Mehr als ein Fußballspiel

In der letzten Woche ist etwas Merkwürdiges passiert. Mein kleiner so dahingeschriebener Beitrag zu Kevin Breitkreutz hat hohe Wellen geschlagen. Aktuell sind es über 50 Kommentare, die zumeist von erbosten Dortmundern stammen. Aber auch Bayern-Fans haben sich kritisch geäußert.

Jetzt stelle ich mir die Frage nach der Ernsthaftigkeit dieses Blogs und was so ein „öffentlicher Gedanke“ bewirken kann. Zunächst möchte ich festhalten, dass ich keineswegs beleidigend wurde. Außer jemand empfindet „Jungspund“ und „kleiner Kevin“ als Beleidigung. Mir geht es nicht um die Intelligenz oder das Aussehen eines Fußballers. Ich fand es einfach  nur gut, dass ein Dortmunder endlich mal etwas Stellung zum Thema Meisterschaft nimmt und eine „Kampfansage“ Richtung München schickt. Da ich die Äußerung an sich etwas albern fand, habe ich eine alberne Antwort darauf gegeben. Und das wurde mir in vielen Kommentaren vorgeworfen. Wobei es auch die Frage ist, ob ein Kommentar zu einem albernen Artikel, zu einer albernen Aussage, nicht auch albern ist? Und jetzt nehme ich zu all diesen Albernheiten auch noch Stellung. Verrückt!

Und was ist jetzt passiert? Dieses Spitzenspiel am kommenden Samstag, wird zu einem persönlichen Kleinkrieg. Ich gehe davon aus, dass sich viele Dortmunder wieder melden werden, wenn der BVB erfolgreich sein sollte. Tatsächlich kann man als Verfasser nicht verhindern, dass einem der Kamm schwillt, wenn man dutzende von negativen Kommentaren um die Ohren gehauen bekommt. Was natürlich dazu führte, dass ich jetzt so richtig Anti-BVB eingestellt bin. Jetzt ist er da, der natürliche „Hassfaktor“, wenn eine Mannschaft versucht, die Schale aus München wegzuholen und dabei die Fans einem verbal den Mittelfinger entgegenstrecken.

Inzwischen hat sich Kevin Großkreutz erneut gemeldet und seinen Unmut über die Erfolgsfans des FC Bayern München geäußert. Nur ganz kurz dazu:

Lieber Herr Großkreutz,
erinnern Sie sich noch an die neongelben Trikots aus den 90ern? Diese Trikots sind ein Relikt aus…

Nein, ich lasse es lieber. ;-) Ich zeige jetzt mehr „Mia San Mia“ und schenke dem Nationalspieler nicht mehr so viel Beachtung. Damit dürfte ich wenigstens wieder auf einer Wellenlinie mit den Bayern-Fans sein.

Ich freue mich auf Samstag wie Hulle! Macht auch wieder mit beim “Tippkaiser”. Einfach per Kommentar Torschützen, Vorlagengeber und Zeitpunkt des ersten Bayern-Tores anhand von Dritteln bestimmen.


Feb 21 2011

Lieber Kevin Großkreutz,

nur um wenige Jahre haben Ihre Eltern den Kinoerfolg “Kevin allein zu Haus”, zur Ihrer Namensfindung verpasst. Trotzdem wird man wohl unweigerlich an den kleinen verschmitzten Jungen erinnert, wenn man sich Ihre Sprüche anhört.

Nein, ich werde jetzt nicht äußern, dass ich Sie nicht leiden kann. Ganz im Gegenteil. Endlich wieder ein Feindbild. Herrlich. Es war doch zuletzt viel zu ruhig in der Bundesliga, finden Sie nicht auch? Ein Verein der sich zum Titel spielt, aber die Klappe nicht aufbekommt um es mal zu äußern. Langweilig! Aber jetzt sind Sie ja endlich da. Der Herr Wiese aus Bremen hat ähnliche Ambitionen. Leider dümpelt dieser gerade im Tabellenkeller herum.

Jetzt ist es also endlich passiert und Sie haben das böse Wort Meisterschaft in den Mund genommen. Oh, oh! Hoffentlich war das mit der PR-Abteilung der Borussia abgesprochen. Oder habe ich das jetzt falsch verstanden? Schwamm drüber. Sie sagten, dass die Bayern mit Sprüchen nicht Meister werden. Das ist richtig. Es sieht ja schließlich ganz so aus, als sollte die Borussia durch Ihre Sprüche Deutscher Meister werden. Und diese Ehre möchten wir Ihnen nicht nehmen.

Ich weiß nicht ganz genau, was Sie dazu bewogen hat, sich nach einem Spiel gegen St. Pauli in Richtung München zu äußern. Sie sind sicherlich ganz aufgeregt, wenn Sie schon an Samstag denken. Das ist ja auch in Ordnung, schließlich spielen Sie gegen den großen FC Bayern. Das ist für den kleinen Kevin halt was ganz besonderes. Aber vielleicht haben Sie es schon von unserem Herrn Ribéry gehört, wir verschwenden noch gar keinen Gedanken an den BVB. Das tut mir jetzt ein wenig leid für Sie. Aber Sie müssen halt noch lernen, dass das nächste Spiel, immer das schwerste Spiel ist. Und für uns ist es im Augenblick die Partie gegen Mailand. Stellen Sie sich vor, wir spielen noch Champions League. Das ist der Wettbewerb, in dem Ihre Mannschaft leider nächstes Jahr schon in der Gruppenphase ausscheiden wird. Mal sehen, evtl. bekommen Sie eine Antwort aus München, wenn dieses Spiel vorbei ist. Ich bin da ganz guter Dinge. Und noch was, Ihre 10.000 Schlachtenbummler sind leider 3 Ränge über Ihnen und werden Ihnen nicht helfen, wenn Sie etwas auf die große Klappe bekommen. Ups, jetzt habe ich ja doch schon einen Gedanken an Samstag verschwendet. Aber ich verrate Ihnen was: Ich bin schon seit dem Hinspiel in Dortmund überzeugt, dass Sie in München keine Chance haben. Ich habe also noch viel eher an dieses Spiel gedacht, als Sie. Schande über mich.

Rot-Weiße Grüße
Ihr Kaisergrantler


Feb 16 2011

Kaum noch Auswärtspunkte für den BVB

Ein Statement zum Spiel gegen Hoffenheim werde ich mir mal nach 4 Tagen verkneifen. Bin diese Woche nicht ganz auf der Blogger-Höhe.

Ich bohre aber noch einmal in der Seuchenvogel-Wunde. Der gute Mann vom SWR kommt mir gerade recht. So habe ich doch in meinem letzten Beitrag darauf hingewiesen, dass der BVB auswärts nicht mehr viele Punkte holen wird. Ich wiederhole diesen Part nicht aus Einfallslosigkeit, sondern, weil ich das Gefühl habe, dass dieser Absatz nicht genug Beachtung bekommen hat. Um diese Theorie auf die Spitze zu treiben, habe ich in der Sidebar einen “Zähler” eingefügt. So ist schnell ablesbar, wie viele Punkte der BVB auswärts bis zum Saisonende hat liegenlassen. Startschuss war der 22. Spieltag.

Noch mal zur Erklärung meiner waghalsigen These: Ich gehe davon aus, dass die Dortmunder auswärts nicht mehr viele Punkte holen, weil der Auswärtssieg-Vereinsrekord von der Borussia schon geknackt wurde und außerdem nur noch ein Auswärtssieg zur Einstellung des Bundesligarekords fehlt und meistens solche Rekorde nur knapp überragt werden. Ob es noch für eine Meisterschaft von Leverkusen oder dem FC Bayern reicht, sei mal dahingestellt.

Glückwunsch an gossipia! Sie konnte schon nach einem Spieltag Praelat als Tippkaiser ablösen! Auf Gómez ist halt Verlass.


Feb 11 2011

Schöne Statistiken

Hoffenheim verwechsel ich gerne mal mit Wolfsburg. Ja, die Trikotfarben sind sich absolut nicht ähnlich, aber die Strukturen in gewisser Weise schon. Wobei ich davon ausgehe, dass der Verein VfL Wolfsburg nicht ganz so verschuldet ist, wie die TSG. Sogar die Kameraeinstellungen und die damit verbundenen sichtbaren Stadionteile bringen mich immer kurz zum grübeln, ob es jetzt Wolfsburg oder Sinsheim ist. Aber zur Not hilft der Blick auf die Trikots bzw. die Spieler. Da sollte man eigentlich sowieso hinschauen, wenn man sich ein Fußballspiel anschaut. Worum geht es hier überhaupt?

Es geht um 3 Punkte. Um wenigstens halbwegs in der Spur zu bleiben und einen gewissen Nimbus festzuhalten, ist dieser Heimsieg Pflicht. Zuhause sind wir weiterhin sehr stark. Nach dem wir in Bremen und in Köln zwei Auswärtsspiele nacheinander hatten, kann dieses Heimspiel wieder eine Grundlage für eine neue Serie sein. Gibt es nicht diese Regel, dass man Meister wird, wenn man alle Auswärtsspiele remis spielt und die Heimspiele gewinnt? Ein Sieg gegen Bremen und eine Niederlage gegen Köln ergeben 3 Punkte aus 2 Auswärtsspielen. Damit liegen wir ja sogar über dem Schnitt von 2 Punkten, bei 2 Auswärtsspielen. Die anderen vorherigen Spiele blende ich gerade mal eben aus. Man muss sich halt immer das Positive aus einer Statistik ziehen. Außerdem geht es ja auch gar nicht mehr um die Meisterschaft.

Die wichtigste Frage, die ich mir an diesem Spieltag stelle ist, wird Bastian Schweinsteiger (Fußballgott) wieder auf die “Sechs” rücken, wenn Robben und Ribéry auflaufen? Wahrscheinlich werden nicht beide von Anfang an spielen. Aber trotzdem bin ich auf die Umstellungen im Team gespannt, wenn der Zeitpunkt der Einwechslung gekommen ist.

Louis, bitte schenke uns den Basti auf der “Sechs” und den Müller auf der “Zehn”! Wir versprechen dir, dass alles gut wird!

Gott sei dank, wurde Braafheid durch seine Rote Karte für dieses Spiel gesperrt. Eine Sorge für den Bayern-Trainer weniger. Alaba ist so dermaßen in München verliebt, dass der wahrscheinlich eine Krankheit vortäuscht, um nicht gegen uns spielen zu müssen.

Übrigens, was ich schon seit Wochen schreiben wollte: Die Bundesliga ist ja nicht erst 2 Jahre alt. Die Statistiken haben einen gewissen Wahrheitsgrad und man kann sich recht gut auf sie verlassen. Die Dortmunder Borussia kann mit einem weiteren Auswärtssieg einen neuen Rekord in Sachen Auswärtssiege aufstellen. Oder den Rekord einstellen, wie auch immer. Für mich heißt das, dass die Borussia nicht mehr oft auswärts gewinnen wird. So ein Rekord wird, wenn überhaupt, nur minimal übertroffen. Bei noch verbleibenden 6 Auswärtsspielen für den BVB, werden also noch so einige Punkte auf der Stecke bleiben. Ich will hier keine lächerliche Spannung in eine fast schon entschiedene Meisterschaft reinbringen, aber so einfach wie es sich viele vorstellen, wird es für den BVB nicht. Wetten?

Macht auch wieder mit beim “Tippkaiser”. Einfach per Kommentar Torschützen, Vorlagengeber und Zeitpunkt des ersten Bayern-Tores anhand von Dritteln bestimmen.