Jun 17 2010

Geheimnis um Lell gelüftet

Wie man jetzt durch die Zeitung mit den vier Buchstaben erfahren konnte, war Christian Lell aus persönlichen Gründen von der Bildfläche verschwunden.

Bei mir ging es ja schon soweit, dass ich vermutet habe, der Mann könnte in U-Haft sitzen, aber das hätte sich wohl nicht verheimlichen lassen. Jetzt kam heraus, dass er vom Trainer erfahren hat, dass man nicht auf ihn setzt und er sich bitte einen neuen Verein suchen möge. Das sollte eigentlich keine Neuigkeit für Lell gewesen sein. Trotzdem kam er mit der Situation nicht klar, dazu kamen private Probleme. Also nahm er sich eine Auszeit für 3 Monate.

Über die privaten Probleme ist weiter nichts bekannt und mich interessieren solche Dinge in der Regel auch nicht. Was ich aber nicht nachvollziehen kann ist, dass es für Christian Lell überraschend kam, dass er sich einen neuen Verein suchen soll. Schon in der Saison 2009/10 wurde kaum noch auf ihn gebaut und der FC Bayern hat versucht ihn zu transferieren.

Sein Vertrag läuft noch ein Jahr. Ein Wechsel wird aber nun von ihm wieder angestrebt, sollte sich an der sportlichen Situation nichts ändern. Lieber Christian, da ändert sich nichts mehr. So leid es mir tut. Ich war nie einer, der auf den Zug aufgesprungen ist, um über Christian Lell herzuziehen. Zumindest nicht so, wie die Mehrzahl im www. Ich bin der Meinung, dass er vor 3 Jahren noch eine gute Rolle gespielt hat, aber irgendwann kam der Abrutsch und man baute einfach nicht mehr auf ihn. Er hat den Zeitpunkt verpasst zu wechseln und hat unter anderem auch dadurch einen saumäßig schlechten Ruf.

Mir tut es menschlich echt leid für ihn. Ich hoffe, dass er einen neuen Verein findet und er wieder in die Spur findet.


Mai 24 2010

Finale Meinung

Champions League Finale 2009/2010
FC Bayern München – Inter Mailand 0:2

Meine persönlichen Termine, in den letzten beiden Wochen, hätten blöder nicht fallen können. Letzte Woche beim Pokalfinale auf einem Junggesellenabschied, diese Woche beim Champions League Finale ebenfalls. Ich betone hier aber ausdrücklich, dass man auch für Finalspiele nicht solche Abende mit seinen besten Kumpels sausen lassen darf.

Wobei der letzte Samstag vor Monaten von mir selber vorgeschlagen wurde. Ich hielt diesen Termin für eine gute Idee, da der Bräutigam dann auf jeden Fall an diesem Abend Zeit hat. Schließlich ist ja Champions League Finale. Nicht einer der anwesenden Bayern-Fans sprach auch nur den leisen Verdacht aus, dass möglicherweise der eigene Verein in genau diesem Finale stehen könnte. Murphys Gesetz. Also wurde das Finale in den Abend eingebaut und im Duisburger Innenhafen auf einer Großleinwand im Mississippi verfolgt. Es gibt wahrscheinlich bessere Orte für so einen Event, aber das kann man leider vorher nicht wissen, wenn man immer nur in den eigenen vier Wänden die Spiele verfolgt. Soviel zum Rahmen meiner persönlichen Live-Übertragung.

Das Spiel sehe ich natürlich wieder mal anders. Mir fällt es schwer, der Meinung fast aller gleichgesinnt zu sein. Inter hat also verdient gewonnen. So höre ich es aus allen Ecken und von allen Experten. Nur gut, dass ich kein Experte bin und in diesem Blog darauf keine Rücksicht nehmen muss.

Fangen wir doch mal mit dem wesentlichen an: Die beiden Tore der Italiener (oh, stand ja zunächst gar keiner auf dem Platz) entsprangen der Marke „Saublöde Bayern“. Das erste Tor resultierte aus einem Abschlag und einem Kopfballduell. Das zweite Tor wurde durch einen einzigen Haken möglich. Diese Tore waren weder genial, noch sonderlich gut herausgespielt. Man könnte auch sagen, dass es sich dabei um Zufallsprodukte gehandelt hat.

Ich kenne nicht die genauen Zahlen der Ballbesitzverteilung, ich werde sie auch nicht recherchieren. Es ist bekannt, dass die Zahlen eklatant für uns gesprochen haben. Mich erinnerte das Ganze an Spiele wie gegen Frankfurt vorletzte Saison, oder gegen Köln diese Saison. Den Mannschaften, die gegen uns gemauert und Punkte geholt haben, werden geradezu glänzende Noten in der Nachberichterstattung ausgesprochen. Ich kann sowas nicht nachvollziehen. In einem Spiel, in dem es darum geht, dass der Ball aus der eigenen Hälfte ins gegenüberliegende Tor untergebracht werden soll, wird also das genaue Gegenteil für gut befunden. Interessant. Man stelle sich mal vor, alle Mannschaften würden so agieren. Gute Nacht, Fußball!

Ich habe es beispielsweise bei Frankfurt und Köln damit entschuldigt, dass man wohl auch die finanzielle Situation ungewollt (oder auch gewollt) mit in die Benotung einfließen lässt. Die Bayern haben 70 Millionen investiert, also sollen sie gefälligst auch eine Möglichkeit finden, so eine Abwehr zu knacken. Das kann ich wohl bei einem Spiel gegen Inter Mailand außer Acht lassen.

Ich will nicht den Moralapostel für schönen Fußball raushängen lassen, aber die Spielweise von Inter ist so ansehnlich wie die Socke eines deutschen Mallorca-Touristen in einer Sandale. Lieber gehe ich 90 Minuten in einem schwedischen Möbelhaus nebst Partnerin einkaufen, als mir freiwillig noch mal ein Spiel von Inter bzw. Herrn Mourinho anzuschauen. Die Halbfinals und das Finale haben für die nächsten 120 Jahre gereicht.

Als ich genau diese Meinung bei so mancher Diskussion geäußert habe, wurde doch glatt behauptet, dass der FC Bayern seine Spiele früher so immer gewonnen hätte. In dem Augenblick habe ich dann die Diskussion zumeist beendet. Bitte legt mir Daten vor, in dem wir mit geringerem Ballbesitz, Spiele gewonnen haben. Die Behauptung ist geradezu lächerlich.

Bayern-Brille-Modus aus!

Gut, ich will jetzt nicht weiter auf dumme Statistiken wie Ballbesitz rumreiten. Es gibt nur die eine wahre Statistik: Tore. Inter hat zwei erzielt und lt. Statistik damit das Spiel gewonnen.

Herzlichen Glückwunsch!

Schön, dass eure Liga auch weiterhin 4 Teilnehmer ins Champions League Rennen schickt.

Ironie-Modus jetzt bitte auch aus!

Meine bisherige Fan-Bilanz was Champions League bzw. Europapokal der Landesmeister Finalspiele angeht, ist recht dürftig. Von vier Finalspielen von 1987 bis 2010 konnte lediglich ein Spiel gewonnen werden. Man könnte sich fast daran gewöhnen. Hoffentlich wird meine persönliche Bilanz irgendwann mal positiv.

Zum ersten Mal wurde kein Tor von uns erzielt, seitdem ich den Tippkaiser ins Leben gerufen habe. So kann sich Florian E. bis in die neue Saison über den Platz an der Sonne in meinem Blog freuen.


Mai 21 2010

Die 10: Der Tagesablauf am 22.05.2010

Ich kann nicht mehr, ich will auch nicht mehr. Diese Saison soll endlich zu Ende gehen. Jeden Tag diese Schlagzeilen. Stündlich Neuigkeiten vom Reiseweg der Bayern. Gott, lass es ein Ende haben. Noch einmal schlafen. Noch einmal alles geben. Noch einmal einen Pott in den Himmel stemmen. Macht Madrid zum spanischen Berlin und lasst Ribéry einen Tag danach mit Blut seinen neuen Vertrag unterschreiben.
Auf geht’s. Hier kommen „Die 10:“! Zum letzten Mal in dieser Saison und überhaupt in diesem Blog. Manches hat einfach ausgedient….

  • morgens: Das Team wird von van Gaal per Megafon früh geweckt mit: „Wer fängt den Wurm?“
  • morgens: Louis van Gaal zeigt dem Team „Rocky V“. Schüler verliert gegen Lehrer.
  • mittags: Es gibt Mailänder Schnitzel, als Nachtisch Florentiner Kekse, serviert auf einem Turiner GrabTischtuch.
  • mittags: Das Team macht einen Spaziergang zum Gelände von Real. Exkurs: Negatives Fallbeispiel.
  • nachmittags: Rummenigge übersetzt für die Mailänder den Begriff „bestia negra“.
  • nachmittags: Louis van Gaal zeigt dem Team im Mannschaftsbus „Star Wars 3“. Schüler verliert gegen Lehrer.
  • abends: Anpfiff! Mailänder Fans sind an diesem Maitag den Bayern Meilenweit unterlegen. Ja mei!
  • abends: Lucio fälscht den Ball unglücklich ins eigene Tor ab. „bwin“ geht pleite.
  • nachts: Mourinho umarmt van Gaal. Schüler hat soeben gegen Lehrer verloren.
  • nachts: In Madrid geht eine Großfahndung nach einer „celebración bestia“ raus. Vorsicht! Es ist extrem gut gelaunt.

Macht auch wieder mit beim “Tippkaiser”. Einfach per Kommentar Torschützen, Vorlagengeber und Zeitpunkt des ersten Bayern-Tores anhand von Dritteln bestimmen.


Mai 17 2010

Nach dem Titel ist vor dem Triple

Wie aus einem Guss. So könnte man das Spiel des FC Bayern bezeichnen, dass sie gegen Werder Bremen zeigten.

Mein Tag war dagegen viel komplizierter. Ich habe es schon vorab in dem einen oder anderen Tweet mitgeteilt, ich konnte mir das Spiel nicht so richtig anschauen, da ich auf einem sehr amüsanten Junggesellenabschied verweilen durfte.

Nils, wenn du das hier liest, es war ein echt lustiger Abend. Mein “Kater” sprach Bände. Es hat sich gelohnt auf die Final-Karten zu verzichten. Außerdem habe ich mit den Karten meinem Kumpel Michael eine Freude machen können. So wie er mir berichtete, war es die beste Stimmung, die er bisher bei einem Bayern-Spiel erlebt hat. Irgendwann werde ich das auch mal erleben. Meine Zeit kommt noch. :-)

So ergab es sich, dass ich die erste Halbzeit, in Köln am Rhein, per Internet-Radio über mein iPhone verfolgen musste. Gerade im entscheidenden Augenblick des Elfmeters, rief mein Kumpel Michael an, um mir eine Live-Berichterstattung des Elfmeters zu bieten. Hektik bricht aus, die Internet-Radio-Verbindung bricht ab, ich drücke ihn versehentlich weg…schweigen. Die versammelte Mannschaft guckt sich verdutzt an und fragt: „Wat is denn nu mit dem Elfmeter?“ Eine Verbindung zum Internet-Radio ließ sich nicht mehr herstellen. Nach einigen Minuten der erlösende Anruf. Robben, der gute Arjen Robben hat sicher verwandelt. Ich schreie meine Freude über den Rhein. Dabei fühlte ich mich ein wenig wie Jürgen Klinsmann am Tag seiner Entlassung. Einsam. Naja, mal was anderes.

Zur zweiten Halbzeit war endlich eine Kneipe mit Live-Übertragung gefunden. Natürlich konnte das 2:0 für uns nur fallen, wenn ich mal eben die Toilette aufsuche. Großspurig habe ich noch verlauten lassen, dass ich es mir bisher verkneifen konnte. Tja, dafür dauerte das erste Mal dann solange, dass mir das zweite Tor leider auch verwehrt blieb. Egal. Hauptsache der Pott ist gleich in unseren Händen. Unsere gutgelaunte Truppe ließ sich vom guten Spiel der Bayern anstecken und schmiss immer mal wieder ein „Wer hat die beste Abwehr? Der FC Bayern!“ in die Runde. Das dritte und vierte Tor der Bayern habe ich dann endlich mal live mitbekommen. Und wieder war mein Jubel der Lauteste in unmittelbarer Nähe. Wieder das Gefühl der Einsamkeit in einer Großstadt. Als ich nach dem vierten Tor ein „nur noch 6, nur noch 6“ anstimmte, flüsterte mir der Kellner ermahnend ins Ohr, dass es jetzt „gut“ wäre. Ob er die Bayern damit meinte, oder meinen einsamen Jubel, kann ich nicht sagen. Den restlichen Abend stand wieder der Bräutigam im Mittelpunkt. Und das war auch gut so.

Als ich mir dann aber am nächsten Tag die Wiederholung des Spiels anschaute, habe ich doch tatsächlich noch Gift und Galle gespuckt. Drei Spieler brachten mich zur Weißglut.

Clemens „Ich trete dir in die Eier“ Fritz,
Tim „Ich würge dich zu Tode“ Borowski und
Torsten „Ich breche dir beide Stäbe“ Frings.

Bei einem Spiel, in dem Hopfen und Malz verloren ist, so reinzugehen, dass man mutwillig eine Verletzung von Spielern, die noch ein Champions League Finale und eine WM spielen müssen, in Kauf nimmt, ist absolut armselig. Wir können froh sein, dass Ribéry, Müller und Schweinsteiger bei diesen Szenen so ruhig geblieben sind. Und den drei Bremern möchte ich einfach nur sagen: „0:4 in your face! Und jetzt fahrt in den Urlaub und geht mir aus den Augen, ihr Affen!“ Gott sei Dank, spielt keiner von den Chaoten bei der WM mit. Was bei solchen Aktionen passieren kann, sehen wir jetzt wunderbar an dem Beispiel von Michael Ballack. Glückwünsche hätte ich von den Typen nach dem Spiel nicht angenommen.

Vielen Dank, FC Bayern München. Es war ein großes Spiel und dadurch auch ein traumhaftes Finale. Ich bin schon immer ein stolzer Fan dieses Vereins gewesen, aber was ihr diese Saison leistet, ist der absolute Wahnsinn. Ein Sieg gegen Inter Mailand ist für mich keine Pflicht. Ich bin auch so zu 100% zufrieden und freue mich einfach auf einen schönen Saisonabschluss.

Den aktuellen Tippkaiser konnte niemand ablösen. Eine Chance gibt es in dieser Saison noch.


Mai 13 2010

Ritual 1 – Ein Handschuh auf einer Antenne

Angestachelt durch den Kollegen Zechbauer habe ich mir gerade vorgenommen, doch noch die Gesamtliste des Tippkaisers vom letzten Spiel zu veröffentlichen. Tja, so war der Plan. Nachdem ich den “Mist” 2x in Excel eingehämmert habe und mir die Karre auch 2x abgesoffen ist, habe ich jetzt keine Lust mehr. Ein neuer Versuch wird morgen gestartet.

Aber der eigentliche Grund meines nächtlichen Wachseins ist, dass ich das Buch Sehnsucht FC Bayern angefangen habe zu lesen. Ich bin zwar erst auf Seite 70, aber dennoch sehr begeistert. Der Autor Armin Radtke ist zwar ein paar Jährchen eher ins Fantum eingestiegen, aber die Zeiten kommen doch ziemlich nah an meine heran. Ein Vergleich der Erlebnisse wird letztendlich automatisch hergestellt und verarbeitet. Und immer wieder sehe ich im Fan Radtke auch den kleinen Patrick. So wird es wahrscheinlich den meisten Lesern ergehen, soweit man denn ebenfalls Herzblut für den FC Bayern ausschüttet. Der Autor und ich liegen da auf einer Wellenlinie.

Unter anderem wird dort geschildert, was man für merkwürdige Rituale an den Tag legt, nur weil man davon überzeugt ist, dass könnte dem Spiel des FC Bayern Flügel verleihen. Eine Möglichkeit ist, den Fernseher abzuschalten und zu hoffen, dass bei erneutem Einschalten das Torekonto der Münchner sich verbessert hat.

Ich habe schon so einige Rituale im Laufe der Jahre durchprobiert. Naja, was heißt schon probiert? Ich bin überzeugt, dass es uns so einige Male den Sieg gerettet hat. Meine ersten Utensilien bestanden aus einer abgebrochen Antenne eines kleinen Radios und eines Mini-Boxhandschuhs. Ich meine diese Teile die man sich an den Schlüsselbund machen kann. Keine Ahnung, wo das Teil hergekommen ist. Es war wieder einer dieser Samstage 1987. WDR mit der Sendung “Sport und Musik” lief im Radio. Der Name wurde ja immer mal wieder geändert, aber zu diesem Zeitpunkt hieß die Sendung so, denke ich. Es war das Spiel gegen den 1. FC Köln im Müngersdorfer Stadion. Ich kam auf die Idee den Handschuh auf die Antenne zu stecken und das Teil mit geschickten Bewegungen auf der Antenne kreiseln zu lassen, während ich auf der Couch lag und auf Tormeldungen lauerte. Die Bayern lagen 1:0 zurück. Kaum drehte dieser bekloppte Handschuh ein paar Runden, vermeldete der gute Mann im Radio das 1:1 für den FC Bayern durch Klaus Augenthaler. Das es sich dabei um einen puren Zufall handelte, wollte mir in dem Augenblick nicht in den Sinn kommen. Ich habe das Tor doch tatsächlich mit diesem selbstgebauten Kreisel in Verbindung gebracht und schickte mich wochenlang an, während der Spiele fast 90 Minuten (bzw. bis die Bayern einen sicheren Vorsprung hatten) diesen Handschuh zu bewegen. Bekloppter geht es gar nicht. Als ich irgendwann das Spiel woanders hören musste und keine Möglichkeit vorhanden war mit einer abgebrochenen Antenne durch die Gegend zu laufen, habe ich diese “Sucht” aufgebeben. Erstaunlicherweise konnte ich keinen Unterschied zu der Zeit mit Kreisel feststellen, was den FC Bayern angeht. Mein Unterarm war allerdings froh über diese Lebensänderung.

Naja, aber zu der Zeit war es ganz bestimmt entscheidend. Gut, dass ich es gemacht habe. Wer weiß, ob wir sonst in der Saison Meister geworden wären. :-)

Wenn ihr ähnliche verrückte Ideen hattet, dann grämt euch nicht, sie hier niederzuschreiben.


Mai 10 2010

Verteidigung, Angriff, Feierbiest – Alles Top

Die Laune ist hervorragend! Das muss man zunächst mal festhalten. Ich habe selten eine so gelöste Meisterfeier und Mannschaft gesehen. Das mag daran liegen, dass man den wichtigsten Titel feiern kann und dabei noch die Aussicht auf zwei weitere Titel hat. Schöner kann es nicht sein.

Das Spiel gegen die Hertha war nur ein warmlaufen zur Meisterfeier. Der Sieg war nie wirklich in Gefahr. Es wurde nur das Nötigste getan. Sowohl vom FC Bayern, als auch von der Hertha. Wobei bei der Hertha wahrscheinlich auch nicht viel mehr geht, selbst wenn sie gewollt hätten.

Nach den Bildern der Meisterfeier halte ich fest, dass Louis van Gaal sich das ganze Jahr über den Allerwertesten aufreisst, um am Ende so die Sau rauszulassen, wie er es gestern getan hat. Das ist einfach Freude pur. Nicht gestellt und nicht gespielt. Dazu die Bilder von Müller, Badstuber und Co. Es waren gestern erstaunlich viele, die zum ersten Mal die Schale in den Himmel über den Marienplatz recken durften. Das hat man den Feierleichkeiten angemerkt. Der Tanz von van Gaal mit dem “blauen” Ude – für die Ewigkeit. Das hat sich noch keiner getraut, bzw. versucht. Aber gegen diesen Tanzbär konnte sich auch der Oberbürgermeister nicht verwehren. Die Rede vom Trainer hat das Herz eines jeden Bayern-Fans zum hüpfen und stolpern gebracht. Allerdings habe ich mich direkt an Heynckes in den 80er erinnert. Der hat auch schon mal den Europapokal auf dem Rathaus-Balkon versprochen und nicht einhalten können. OK, der stand damals nicht im Finale. Ich kann mich noch an Augenthalers zusammengekniffenes Gesicht erinnern, als die Worte aus dem Mund von Heynckes purzelten. Die Chance, dass die Worte von van Gaal eintreten, stehen diesmal wesentlich besser. Da braucht niemand das Gesicht zusammenzukneifen. Und wenn doch, dann nur vor Freude. :-)

Gerüchten zufolge gibt es positive Signale von Ribéry, dass er weiterhin in München verweilen möchte. Kann man überhaupt noch von Gerüchten sprechen, wenn sogar Nerlinger auf einer PK von diesen Signalen sprach? Badstuber muss wohl im ZDF ähnliches verkündet haben. Allerdings war er wohl schon ziemlich abgefüllt zum Zeitpunkt des Interviews. Ich selber habe es nicht gesehen, sondern nur bei Twitter nachgelesen. Auch wenn man im Moment oft Stimmen hört, die sagen, dass man auch auf Ribéry verzichten kann und Altintop auch einen guten Job macht, halte ich persönlich Ribéry für “unverzichtbar”. Er hatte dieses Jahr keine so gute Saison. Verletzungen, private Probleme und Transfergerüchte. Wenn dies alles bis zum Anpfiff der neuen Saison geklärt ist, verspreche ich euch, wir werden den Ribéry erleben, den wir in seinem ersten Jahr lieben gelernt haben. 100%ig!! Und mit Robben und Ribéry werden wir auch in den nächsten Jahren unter den Topvereinen in Europa vertreten sein.

Ich finde es fantastisch, dass Louis van Gaal so viel Wert auf guten Fußball legt. Er hat sich gefreut wie ein Kleinkind, dass wir am letzten Spieltag auch noch den besten Sturm der Liga erreichen konnten. Er will immer und in allen Bereich der Beste sein. Er passt zum FC Bayern wie kaum ein anderer Trainer. Ich weiß, im Erfolg lässt sich sowas leicht schreiben. Aber der Erfolg ist da. Hat jemand ein Gegenargument?

Mein einziger Punkt zum granteln ist Kalle Rummenigge. Warum um Gottes Willen, zieht man ein so grünes Jacket zur Meisterfeier seines Vereins an? Mensch, der Typ braucht wirklich mal einen Berater in Sachen Lebensstil. Seien es Reden, oder “Anziehsachen”. Was macht eigentlich seine Frau? Dafür sind doch Frauen auch da. ;-)

Ist es nicht herrlich? Eigentlich wäre die Saison jetzt zu Ende, aber wir haben noch 2 großartige Spiele vor uns. Die Saison geht für uns in die Verlängerung und am Ende könnte der größte Erfolg der Vereinsgeschichte stehen. Ach, und dann kommt auch noch die WM mit Butt als Nummer 1 im Tor. Was für ein fantastisches Fußballjahr. ;-)

Und hier ein paar schöne Bilder von der Meisterfeier:


Mai 7 2010

Bitte hüllt euch in feinstes Tuch

Der feierliche Moment ist gekommen. Der Bayerische Bumerang wird morgen nach einjähriger Reise wieder heimkehren. Die Jahre ohne Schale möchte man ja eigentlich aus seiner Erinnerung streichen.

Mein Mitleid gilt an diesem Samstag der Hertha aus Berlin. Ich mag den Verein eigentlich ganz gut leiden, bzw. ich habe nichts gegen die Hertha. Der Supergau ist somit eingetreten. Der Meister trifft im letzten Spiel auf den Absteiger Nummer 1. Solche Geschichten schreibt eben nur der Fußball.

Die größte Frage wird morgen sein, wer den Louis mit Weißbier tauft. Ich tippe darauf, dass sich niemand traut.

Da wollen wir doch gleich mal diesen Tipp im Tippkaiser einbauen. :-)

Also neben Torschützen, Vorlagengeber und Zeitpunkt (anhand von Dritteln) suchen wir diesen Samstag auch noch den Weißbier-über-Louis-Schütter.


Mai 6 2010

Unsere Feier (ist) wäre viel geiler…

Ich kann dieses Gelaber nicht mehr hören. Bei jeder Meisterschaft die gleiche Leier.

“Auf Schalke hat man den zweiten Platz mehr gefeiert, als die Bayern die Meisterschaft. Und St.Pauli erst, da könnt ihr euch ein Scheibchen von abschneiden.”

Leute, ehrlich, mir ist es komplett egal, wer wie wo groß feiert. Meine Freude ist unvorstellbar groß, wenn der FC Bayern die Meisterschaft oder einen anderen Titel holt. Um das zu zeigen, muss ich nicht auf die Straße rennen und 2 stundenlang eine Fahne schwenken. Ich muss auch nicht bis zur Besinnungslosigkeit Alkohol in mich reinschütten um dann immer wieder Blau und Weiß Stern des Südens anzustimmen.

Nicht, dass ich die Vereine nicht verstehen würde, die komplett ausflippen, wenn etwas großartiges erreicht wird. Sei es der zweite Platz, oder der Aufstieg (bitte zwischen den Zeilen lesen).

Ich versuche es mal bildlich zu erklären:

Wenn ihr das erste Mal Geschlechtsverkehr ausübt, geht ihr wahrscheinlich zu euren Kumpels, macht ein Riesenfaß auf und sucht euer Geschlechtsteil nach Veränderungen ab. Wenn ihr den Akt zum 22. Mal vollzieht, kommt ihr noch zum Höhepunkt, aber der fühlt sich dann ungefähr so an, als hättet ihr es euch zum 3534. Mal selbstgemacht. Es ist also weiterhin geil, aber man kennt es halt schon und ein erneutes komplettes Ausflippen, hätte was mit Schauspiel zu tun. Spart euch dazu jetzt blöde Sprüche. Mir ist schon klar, dass ihr alle Hengste seid. Selbstredend.

Das Beste an diesen Sprüchen ist noch, dass diese von Leuten kommen, die noch nie in ihrem Leben Geschlechtsverkehr hatten einen Meistertitel gewonnen haben. Mein Anspruch wäre in so einem Fall, einfach mal die Klappe zu halten. Aufreissen kann ich sie dann, wenn man Meister ist und die ultimative Feier hinter sich hat…und zwar zum 22. Mal.

Ich freue mich jetzt schon darauf diese Sprüche auch nächstes Jahr wieder zu hören, oder wahlweise am 15. und 22. Mai.