Ein Ball war zu wenig
Wieder an der Tabellenspitze angekommen, kann man sich nun auf das letzte Gruppenspiel der Champions League vorbereiten. Das für uns “bedeutungslose” Spiel gegen Manchester City steht auf dem Plan. Don Jupp sollte der Mannschaft noch einmal verdeutlichen, dass es nur einen Ball im laufenden Spiel gibt und bittschön nicht gestritten werden soll.
Gegen Bremen hatte es den Anschein, als wäre ein Ball und 2 Tore jeweils links und rechts zu wenig. Jeder wollte mal, aber nicht jeder durfte ein Tor erzielen. Spielerisch den Bremern überlegen, taten sich kleine Nebenschauplätze auf. So ergab es sich, dass Robben den Elfmeter verwandelte, den sich Gómez eigentlich schon zurechtgelegt hat. Darüber kann man jetzt streiten, ohne zu wissen, ob die beiden das noch vor dem Elfmeter oder wenigstens nach dem Spiel geklärt haben. Zum einen muss ich sagen, dass ich die Aktion an sich nicht in Ordnung finde. Am Ende hat es dem FC Bayern und auch Arjen Robben geholfen. Wenn die Aktion nicht funktioniert hätte, gäbe es nun Gesprächsstoff für Sky Sport News HD für den Rest der Woche. Zum anderen muss ich aber sagen, dass Gómez grottenschlechte Elfmeter schießt. Ich habe das schon einige Male angesprochen und stehe auch weiterhin zu dieser Meinung. Anscheinend hat es dem guten Mario aber noch niemand gesagt, sonst hätte er sich den Ball nicht zurechtgelegt. So war ich eigentlich froh, dass Robben und nicht Gómez angetreten ist. Auch wenn so etwas grundsätzlich vor Spielbeginn geklärt sein sollte. Wie sehr Robben aber dieses Tor gebraucht hat, konnte man an seinem Jubel sehen. Auch das ARD-Interview, bei dem Robben leicht emotional wurde, war bezeichnend für seine momentane Gefühlslage. Wobei ich noch immer recht verwundert bin, dass Robben diese Verletzung so sehr mitnimmt. Der Muskelriss war doch wesentlich schlimmer, aber anscheinend mental leichter zu verarbeiten? Ich weiß es nicht. Glaube aber mittlerweile auch, dass Robben auch psychisch ziemlich durchhing. Hoffentlich ist es nach der Winterpause endgültig überstanden. Und Kopf und Körper des Niederländers sind wieder frei. Wobei ich mich auch noch wundere, warum man das Risiko eingeht und Robben mit Schmerzen spielen lässt.
Gómez konnte machen was er wollte, ein Tor sollte er Samstag einfach nicht erzielen. Die Matrix hatte anscheinend einen anderen Plan. Zunächst schoss er ein Tor, dass auch bei Ansicht eines Standbildes nicht zu 100% als Abseits zu entschlüsseln ist (im Zweifel für den Angreifer?), und dann schnappte ihm Ribéry auch noch ein sicheres Tor weg. Das Ribéry charakterlich etwas anders als Robben gestrickt ist, konnte man am anschließenden Jubel sehen. Als Entschuldigung warf er sich Gómez um den Hals und wollte gar nicht mehr loslassen. Mario war davon so begeistert, dass er mit Rückenklopfen versuchte das kleine Äffchen wieder loszuwerden. Für Bayernfans ein amüsanter Augenblick, gerade wenn es dabei um ein 3:1 geht.
Wir sind wieder zurück an der Tabellenspitze und sollten zusehen, dass wir den Platz bis zur Winterpause halten. Auch ein Herbstmeister ist ein Meister.
Jetzt lassen wir einfach mal laufen und spucken noch Manchester in die teure Suppe.
Macht auch wieder mit beim “Tippkaiser”. Einfach per Kommentar Torschützen, Vorlagengeber und Zeitpunkt des ersten Bayern-Tores anhand von Dritteln bestimmen.





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