111 Jahre FC Bayern – Partycrasher BVB
Heute wird der FC Bayern München 111 Jahre alt. Vor einem Jahr, zum 110. Geburtstag, war ich im Stadion gegen den Hamburger SV. Der FC Bayern gewann mit 1:0 und wir wurden seit langer Zeit endlich wieder Tabellenführer. Gestern lief es komplett anders. Wenn man es zusammengefasst betrachtet, hatten wir keine Chance das Spiel für uns zu entscheiden.
Die Dortmunder spielten wunderbaren Fußball. Das Ausschwärmen bei einem Konter ist echte Spitzenklasse. Jürgen Klopp hat gestern der Fußballwelt gezeigt, wie man Ribéry und vor allem Robben aus dem Spiel nimmt.
Ich schreibe schon mal vorab, dass ich nicht möchte, dass unser Trainer zur Disposition steht. Louis hat sicherlich für jede seiner Aktionen eine Idee oder einen „Masterplan“ (ekelhaftes Wort), aber so manches Vorhaben stößt leider an die Grenzen eines Fangehirns. So ziemlich jeder Schreiberling wird sich auf die Tatsache stürzen, dass Gustavo und Pranjic wieder die Positionen getauscht haben, obwohl Gustavo gegen Inter Mailand hervorragend gespielt hat. Pranjic lässt sich nur schwer beurteilen, da er nach wenigen Minuten gegen Inter ausgewechselt werden musste. Ich habe es schon so oft angesprochen, warum spielen die Spieler nicht auf den Positionen, die sie aus unser aller Sicht am besten können? Sicherlich lag es nicht nur daran. Bastian Schweinsteiger hat unterirdisch gespielt, das dürfte jeden Zuschauer in der Arena und vor dem TV aufgefallen sein. Sicherlich auch ein Grund, warum wir ziemlich Chancenlos waren. Müller war fast nicht vorhanden.
Warum tauschen Robben und Ribéry nicht die Seiten?
Der BVB hat unsere Flügelzange aus dem Spiel genommen. Robben kam kaum zum Abschluss und wurde zumeist gedoppelt. Der dadurch gewonnene Platz wurde von uns nicht genutzt, da zu wenig Laufbereitschaft vorhanden war. Robben und Ribéry spielen ja eigentlich auf den verkehrten Seiten. Robben ist Linksfuß, Ribéry ist Rechtsfuß. Man könnte jeden Gegner ordentlich durcheinander wirbeln, wenn man zwischendurch einfach die Positionen wechseln würde. Gerade gestern, hätte man damit für richtige Überraschungsmomente sorgen können. Es hätte nicht schlimmer kommen können, ein Risiko war somit nicht vorhanden. Aber vielleicht behält sich Louis diesen „Trick“ für ein noch wichtigeres Spiel vor. Kann ja sein.
Unsere Abwehr ist und bleibt ein Hühnerhaufen
Allein die Aktion zum 2:1 war grauenhaft anzusehen. Vier Spieler gehen auf den ballführenden Spieler, während sich 2 Borussen in Position bringen können. Jede Schülermannschaft würde man für diese Aktion zusammenfalten. Badstuber wurde völlig zu Recht zur Halbzeit ausgewechselt. Nach seiner Verletzung kommt er nicht so richtig in Fahrt. Wobei man aber auch sagen muss, dass er einige Defizite hat und ich nicht sicher bin, ob er auf Dauer unsere Abwehr weiterbringt. Wir müssen mindestens einen Innenverteidiger und einen linken Außenverteidiger verpflichten. Daran kommen wir einfach nicht vorbei.
Ich war mich sicher, dass wir gewinnen werden
Allerdings hat sich dieses Gefühl am Donnerstag und Freitag etwas abgeschwächt. Hoeneß sprach von einem deutlichen Sieg mit 2 Toren Vorsprung. Ich fand diese Aussage etwas unpassend und unangebracht. Ja, auch ich hatte eine große Klappe mit meinem Brief an Kevin Großkreutz, aber einen Sieg mit zwei Toren Vorsprung zu fordern oder anzukündigen, ist schon beinahe Respektlos. Es war absolut nicht förderlich für den Trainer und die Mannschaft. Der Druck war schon vorher groß genug. Und so beschlich es mich, dass das Spiel vielleicht doch nicht gut für uns ausgeht.
Liebe Dortmunder,
ihr könnt euch jetzt wieder beruhigen und diesen Blog bis zur nächsten Saison verlassen. Ihr habt es mir jetzt gezeigt, es braucht keine weiteren Kommentare mehr. Wenn ihr euch aber langweilt und eure Blogs und Foren zu eintönig sind, dann könnt ihr auch gern hier verbleiben. Ein bisschen Bayern sind wir doch alle, nicht wahr?







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