Nov 2 2011

Ich bin noch da, aber was macht eigentlich Robben?

Kurz in eigener Sache: Ich befand mich zuletzt etwas im Blog- und Twitterurlaub. Die Familie hat mich einfach mal 24 Std. in Beschlag genommen. Ich zitiere ja gerne aus alten Rocky-Filmen und da fällt mir ein Spruch von Apollo Creed ein: „Mir geht es gut, ich bin schneller und besser als jemals zuvor.“ Gut, eine Boxrunde später, war der gute Apollo Filmgeschichte. Da wir lediglich beim FC Hollywood und nicht tatsächlich in Los Angeles sind, wird mir dieses Schicksal erspart bleiben.

Den FC Hollywood gibt es eigentlich auch nicht mehr. Trotz Hausbrand und einer bisher spektakulären Saison, ist es angenehm ruhig bei unserem FC Bayern. So ruhig, dass man sich gar keine Gedanken über Arjen Robben macht. Aber was genau ist da eigentlich los? Der beste Spieler, der wohl jemals bei uns gespielt hat, fehlt seit einigen Wochen. Das ist bei dem smarten Niederländer nichts außergewöhnliches, schließlich leidet Arjen unter einem verletzungsanfälligen Körperbauwerk. Die letzte Krankengeschichte stellt sich allerdings recht seltsam da. Zunächst geplagt von einer Schambeinentzündung, fällt Robben wochenlang aus. Anschließend wird bei der niederländischen Nationalmannschaft entdeckt, dass Robben einen Leistenbruch hatte und operiert werden muss. Diese OP wird mehr oder weniger heimlich durchgeführt und erst Tage später bekannt gemacht. Lt. Müller-Wohlfahrt wurde die Leiste durch die andauernde Schambeinentzündung weich. So konterte er den Vorwurf der niederländischen Ärzte, die sich die Entdeckung der Verletzung auf die eigene Fahne geschrieben haben. Das wirklich merkwürdige passiert aber nach der OP. Man hört von verschiedenen offiziellen Stellen des FCB andere Aussagen zu Robbens Rückkehr. Die Spanne reicht von ein paar Tagen, bis zu einem völlig offenen Zeitplan. Und daran hat sich auch nach Wochen nichts geändert. Zwischendurch wurde Arjen wohl sogar in heimatlichen Urlaub geschickt. Wann hat man so etwas erlebt, wenn ein Spieler an so einer einfachen Sache wie an einem Leistenbruch laboriert? Ich kann mich nicht erinnern und komme langsam etwas ins Grübeln. Wie man aus Bayernkreisen so hört, könnte wohl auch eine gewisse Lustlosigkeit von Robben mitspielen. Genaueres weiß ich auch nicht. Aber wenn man die ganze Geschichte betrachtet, könnte diese Information tatsächlich stimmen. Möglicherweise wäre auch viel mehr Theater, wenn wir nicht gerade souverän auf Platz 1 stehen würden. Also genießen wir es einfach.

Aber jetzt fallen wir mal nicht zu sehr in den Boulevard ab und richten unsere Gedanken an Napoli. Lasst uns heute einen Riesenschritt Richtung Achtelfinale machen. Auf geht’s.

Wer von euch mal wieder meine Stimme hören möchte, der kann gerne mal wieder bei den Kollegen von Sportradio 360 reinhören. Die Kollegen feiern ihre 25. Sendung. Ein Grund mehr, mal reinzuhören.

Macht auch wieder mit beim “Tippkaiser”. Einfach per Kommentar Torschützen, Vorlagengeber und Zeitpunkt des ersten Bayern-Tores anhand von Dritteln bestimmen.


Okt 20 2011

Neapel gesehen und nicht gestorben

1:1 gegen einen Gegner, der doch eigentlich kein Problem sein sollte. Der FC Bayern München 2011 steht direkt unter dem FC Barcelona, zumindest in vielen Köpfen von Bayern- bzw. Fußballfans.

Nach vielen Siegen in Folge und einer erstklassigen Defensive, ist man in Fußball-Deutschland verwöhnt. Eine etwas schwächere Offensivleistung und es brummt durch die Twitterwelt. Das dabei unsere Defensive einmal mehr recht gut stand, wird dabei gerne übersehen. Neapel hat Inter und AC Mailand klar besiegt. Gegen uns hatten sie eine einzige Chance, die wir dann auch noch ins eigene Tor buxiert haben. Es gibt also keinen Grund zum Jammern oder Wehklagen. Auch wenn die ganz klaren Torchancen (zum Elfmeter komme ich erst später) nicht vorhanden waren. Jupp Heynckes hat es völlig richtig erkannt. Es wurde immer behauptet, dass Neapel nicht italienisch spielt. Soll heißen, dass gerne offensiv gespielt wird. Das war aber gegen uns nicht der Fall. Der SSC hat eindeutig mehr Wert auf die Verteidigung gelegt.

Warum Mario Gómez die Elfmeter für uns schießt, habe ich noch nie verstanden. Schon Samstag habe ich getwittert, dass man sich darüber mal Gedanken machen sollte. Auch wenn er meistens trifft, sind die Bälle mehr reingeeiert, als souverän verwandelt. Ich schätze Gómez durchaus. Dabei schwimme ich gegen den Strom vieler Bayernfans, die mit der Technik des Torschützenkönig unzufrieden sind. Mir ist die Technik völlig egal, solange er gut steht und sein Durchsetzungsvermögen weiter so einbringen kann. Aber die Elfmeter müssen andere schießen. Wir haben mit Ribéry, Kroos, Schweinsteiger, Robben, van Buyten, Müller zigfach Spieler im Kader, die für diesen Standard besser geeignet sind. Wir haben Glück gehabt, dass sich der Fehlschuss in einem Gruppenspiel ereignet hat. Vielleicht wird jetzt tatsächlich etwas geändert. Unter van Gaal wurde immer ein neuer Schütze gewählt, bis dieser einmal verschießt. Ob es diese Regelung noch gibt, kann ich nicht sagen.

Zusammengefasst muss man sagen, dass die Spieleinschätzung vieler Fans und Experten ähnlich falsch sind, wie die deutsche Interpretation des titelgebenden neapolitanischen Sprichworts. Der FC Bayern hat ein ordentliche Partie gezeigt und einen starken Gegner keine wirkliche Chance gelassen. Punkt.


Aug 26 2011

Das nenne ich Europapokal, Alter!

FC Villarreal, Manchester City und SSC Neapel sind unsere Gruppengegner in der Champions League. Eine recht offene interessante Gruppe. Favoriten sind sicherlich wir und die Truppe aus Manchester.

Zunächst war ich geschockt, aber jetzt freue ich mich nur noch, dass wir die Champions League erreicht haben und solche Spiele genießen dürfen. Manchester City belegte den dritten Platz in der letzten Saison. Mit Nasri, Aguero, Dzeko und Tevez kann sich die Angriffsreihe der Engländer nun wirklich sehen lassen. Außerdem ist auch noch Roque Santa Cruz im Kader. Der dürfte aber an den genannten Stürmern nicht vorbeikommen. Auch der SSC Neapel belegte den dritten Platz in ihrer Liga. Die ganz großen Namen findet man in der Mannschaft nicht. Man sucht nach 2 Jahrzehnten den Namen Maradona vergeblich im Kader der Italiener. Villarreal konnte sich durch die Qualifikationsrunde für die Champions League qualifizieren und ist das wohl vermeintlich schwächste Team in der Gruppe A. Sicherlich kann man bei dieser Auslosung nicht von einem Losglück sprechen. Aus den Töpfen 3 und 4 wurden mit Manchester und Neapel die dicksten Brocken von Paul Breitner zugelost. Aber vielleicht bauen wir uns durch diese Gegner so auf, dass man eine gute Rolle in der Champions League spielt.

Kaiserslautern! Was für ein Themenwechsel. Das ist so, als würde man nach einem Filet vom Rind auf dem After eines Hähnchens rumkauen. Aber die Pfälzer sind halt unsere nächsten Gegner. Die Fans beider Vereine haben ein Verhältnis wie Herbert Feuerstein zu Harald Schmidt. Da Heynckes die Rotation entdeckt hat, kann man schlecht sagen, wie wir am Samstag spielen werden. Auch ist eine Aufstellung von Arjen Robben weiter ungewiss. Letztes Jahr haben wir dort mit 2:0 verloren. Davor konnten die Lauterer aber 14x in Folge keinen Sieg verbuchen. Ich gehe davon aus, dass wir die nächsten 14 Jahre auch wieder nicht verlieren werden. Vielleicht auch noch länger, wenn die „roten Teufel“ mal wieder absteigen sollten.

Mit einem Sieg könnte man evtl. den ersten Tabellenplatz erreichen. Hannover spielt gegen Mainz und Gladbach muss nach Gelsenkirchen. Ich würde mich freuen, wenn man mal wieder von oben runterwinken könnte. :-)

Ich habe beim Podcast sportradio360.de auch mal wieder meinen Senf zum Thema Rotation dazugegeben. Den aktuellen Podcast findet ihr hier. Wenn euch nur mein Senf interessiert, dann könnt ihr hier klicken.

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Die Gewinner des 11Freunde-Heftes wurden per Mail informiert. Herzlichen Glückwunsch!