Dez 5 2011

Ein Ball war zu wenig

Wieder an der Tabellenspitze angekommen, kann man sich nun auf das letzte Gruppenspiel der Champions League vorbereiten. Das für uns “bedeutungslose” Spiel gegen Manchester City steht auf dem Plan. Don Jupp sollte der Mannschaft noch einmal verdeutlichen, dass es nur einen Ball im laufenden Spiel gibt und bittschön nicht gestritten werden soll.

Gegen Bremen hatte es den Anschein, als wäre ein Ball und 2 Tore jeweils links und rechts zu wenig. Jeder wollte mal, aber nicht jeder durfte ein Tor erzielen. Spielerisch den Bremern überlegen, taten sich kleine Nebenschauplätze auf. So ergab es sich, dass Robben den Elfmeter verwandelte, den sich Gómez eigentlich schon zurechtgelegt hat. Darüber kann man jetzt streiten, ohne zu wissen, ob die beiden das noch vor dem Elfmeter oder wenigstens nach dem Spiel geklärt haben. Zum einen muss ich sagen, dass ich die Aktion an sich nicht in Ordnung finde. Am Ende hat es dem FC Bayern und auch Arjen Robben geholfen. Wenn die Aktion nicht funktioniert hätte, gäbe es nun Gesprächsstoff für Sky Sport News HD für den Rest der Woche. Zum anderen muss ich aber sagen, dass Gómez grottenschlechte Elfmeter schießt. Ich habe das schon einige Male angesprochen und stehe auch weiterhin zu dieser Meinung. Anscheinend hat es dem guten Mario aber noch niemand gesagt, sonst hätte er sich den Ball nicht zurechtgelegt. So war ich eigentlich froh, dass Robben und nicht Gómez angetreten ist. Auch wenn so etwas grundsätzlich vor Spielbeginn geklärt sein sollte. Wie sehr Robben aber dieses Tor gebraucht hat, konnte man an seinem Jubel sehen. Auch das ARD-Interview, bei dem Robben leicht emotional wurde, war bezeichnend für seine momentane Gefühlslage. Wobei ich noch immer recht verwundert bin, dass Robben diese Verletzung so sehr mitnimmt. Der Muskelriss war doch wesentlich schlimmer, aber anscheinend mental leichter zu verarbeiten? Ich weiß es nicht. Glaube aber mittlerweile auch, dass Robben auch psychisch ziemlich durchhing. Hoffentlich ist es nach der Winterpause endgültig überstanden. Und Kopf und Körper des Niederländers sind wieder frei. Wobei ich mich auch noch wundere, warum man das Risiko eingeht und Robben mit Schmerzen spielen lässt.

Gómez konnte machen was er wollte, ein Tor sollte er Samstag einfach nicht erzielen. Die Matrix hatte anscheinend einen anderen Plan. Zunächst schoss er ein Tor, dass auch bei Ansicht eines Standbildes nicht zu 100% als Abseits zu entschlüsseln ist (im Zweifel für den Angreifer?), und dann schnappte ihm Ribéry auch noch ein sicheres Tor weg. Das Ribéry charakterlich etwas anders als Robben gestrickt ist, konnte man am anschließenden Jubel sehen. Als Entschuldigung warf er sich Gómez um den Hals und wollte gar nicht mehr loslassen. Mario war davon so begeistert, dass er mit Rückenklopfen versuchte das kleine Äffchen wieder loszuwerden. Für Bayernfans ein amüsanter Augenblick, gerade wenn es dabei um ein 3:1 geht.

Wir sind wieder zurück an der Tabellenspitze und sollten zusehen, dass wir den Platz bis zur Winterpause halten. Auch ein Herbstmeister ist ein Meister. ;-)

Jetzt lassen wir einfach mal laufen und spucken noch Manchester in die teure Suppe.

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Dez 2 2011

9-Punkte-Spieltag

Werten wir doch einfach mal die Partie zwischen dem FC Bayern und Werder Bremen als ein sogenanntes 6-Punkte-Spiel. Also eines dieser Spiele, in denen direkte Konkurrenten gegeneinander antreten und man sich einen Vorsprung von weiteren 3 Punkten herausspielt. Ihr wisst schon…! Schlimm genug, dass ich die viertplatzierten Bremer als direkte Konkurrenz bezeichne, aber die Tabelle lügt bekanntlich nicht. Da müssen wir jetzt durch.

Und passend dazu, treffen die beiden besten Mannschaften Deutschlands im Spitzenduell aufeinander. Gladbach gegen Dortmund. Borussia gegen Borussia. Platz 1 gegen Platz 2. Ein Konkurrent wird also Punkte lassen. Im besten Fall vielleicht sogar beide, wenn ein Unentschieden dabei rausspringt. Aber wollen wir wirklich ein Unentschieden? Oder ist es uns lieber, dass Gladbach gewinnt, weil die Fohlenelf nicht als realistischer Titelanwärter angesehen wird? Spontan würde ich sagen, dass mir ein Sieg der Gladbacher lieber wäre, aber dann erinnere ich mich an diese abgefuckte Saison als Kaiserslautern Meister wurde und man es eigentlich bis zur Überreichung der Schale nicht glauben wollte. Eine Meisterschaft der Gladbacher würde mich nicht so zur Kloschüssel rennen lassen, wie es damals bei den Pfälzern der Fall war, aber am Ende will ich ja doch nur den FCB oben stehen sehen. Was ist uns lieber? Antworten gerne per Kommentar. Ich tendiere weiterhin dazu, dass die Dortmunder mal wieder einen Schuss vor dem Bug gebrauchen können.

Lt. Sky Sport News HD bastelt Heynckes an einem Mittelfeld mit Lahm als 6er. Wenn ich mich nicht irre, hat er dies schon unter Löw gespielt. Allerdings kann ich mich nicht erinnern, ob das auch von Erfolg geprägt war. Gómez ist fit und bei Kroos gibt es wohl noch ein Fragezeichen. Tymoshchuk bleibt weiterhin gesperrt. Auch das Berufungsgericht hat dem Urteil zugestimmt. Gustavo hat Rafinha standen im Training zuletzt in der “B-Mannschaft”.

Ich bin gespannt, wie wir gegen Bremen antreten werden. In den letzten 11 Partien gegen Bremen konnten wir nur 2 für uns entscheiden. Allerdings ist es auch schon 13 Jahre her, dass wir mal 3 Spiele in Folge verloren haben.

Auf gehts, zurück zur Tabellenspitze!!

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Jan 27 2011

Bremen ist auch nicht stärker als Aachen

Aber wer weiß schon vorher, was bei einem Spiel gegen Werder Bremen passiert? Bei der gestrigen Partie war ich ja von einem Sieg überzeugt, das Gefühl bleibt aber für Samstag bei mir aus.

Wir haben die Aachener weitestgehend im Griff gehabt. Anfang bis Mitte der zweiten Halbzeit hat die Alemannia ein paar gefährliche Torszenen gehabt. Das war es dann aber auch schon. Das 0:4 fällt wohl etwas zu hoch aus, aber wenn der Zug einmal rollt, lässt er sich nur noch schwer stoppen. Erst recht, wenn ein weiteres Brikett namens Robben reingeworfen wird. Hervorzuheben ist Tymoshchuk als Innenverteidiger. Sehr solide Partie vom blonden Langhaarträger. Sobald es gebrannt hat, war er in der Nähe. Gómez hat das wichtige 1:0 erzielt, aber leider auch die eine oder andere Chance liegen lassen. Van Gaal dürfte aber trotzdem zufrieden sein. Schließlich sind ihm die Führungstore wichtiger, als alles andere.

Erstaunliches hörte man nach Abpfiff von van Gaal. Er war der Meinung, dass Kraft nicht überzeugt hat. Die Meinung hat er sicherlich nicht alleine, aber dass er es so öffentlich ausdrückt, ist für mich sehr überraschend. Es steckt sicher Methode hinter dieser Aussage. Van Gaal hat Angst, dass Kraft den Boden unter den Füßen verliert. Nicht umsonst kam die Kritik genau in dem Augenblick, als der Reporter von Sky Kraft über den grünen Klee loben wollte.

Jetzt dürfen wir uns auf Schalke, Cottbus oder Duisburg freuen. Am liebsten wäre mir das Spiel in Duisburg, bei dem ich dann sicherlich live vor Ort wäre. Aber gefallen würde mir auch, wenn wir Zuhause gegen Schalke spielen. Auf keinen Fall möchte ich wieder auf Schalke spielen. Ich würde mich wieder in die Arena quälen, um mich dann doch nur wieder über die blauen Fans aufzuregen.

Am Samstag geht es gegen die völlig desolaten Bremer. Man könnte behaupten, dass wir genau zum richtigen Zeitpunkt auf die Hansestädter treffen, aber ich sehe das etwas anders. Was wäre heilsamer, als ein Sieg über den FC Bayern? Nichts. Thomas Schaaf wird seinen Leuten schon klar machen, dass dieses Spiel eine Wende bewirken kann. Beflügelt von einem Sieg über den Erzfeind, lassen sich die weiteren Spiele evtl. etwas leichter angehen. Robben wird hoffentlich wieder von Beginn an spielen können. Auf Ribéry müssen wir länger als geplant verzichten. Aber das hat irgendwie auch jeder Bayern-Fan schon gespürt. Kleine Blessuren gibt es bei dem Franzmann einfach nicht, leider! Thomas Müller und Mario Gómez sind so richtig am Rollen. Wenn jetzt noch Schweinsteiger wieder seine alte Form findet und Lahm wieder etwas souveräner auftritt, sind wir bald wieder die Bayern vom letzten Jahr. Die Abwehr mit Badstuber und Tymoshchuk steht ja auch wieder etwas sicherer. Hust.

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Apr 15 2010

Das Gerede vom “Triple”

Es gab keine “Englische Woche” für den FC Bayern. Darin wird der Grund liegen, warum schräge Interviews und noch schrägere Themen ans Sonnenlicht gespült wurden.

Ganz vorne steht dabei der Begriff „Triple“. Zuletzt wurde das Wort im Zusammenhang mit dem FC Bayern 1999 genannt. Damals kam es mir auch überhaupt nicht übertrieben vor. Ganz im Gegenteil, damals war es sozusagen an der Zeit. Geklappt hat es allerdings nicht. Von möglichen 3 Titeln wurde „nur“ die Deutsche Meisterschaft erreicht. Champions League Sieger wurde Manchester United (die gewannen übrigens damals tatsächlich das „Triple“). DFB-Pokalsieger wurde 1999 Werder Bremen. Im Finale schlugen sie uns im Elfmeterschießen. Wer ist noch gleich dieses Jahr unser Gegner im Finale? Lassen wir das. Zuletzt wurden am laufendem Band Parallelen zu 2001 gezogen. Dieses Spiel fangen wir mal nicht mit 1999 an. Obwohl…das Champions League Finale fand damals auch in Spanien statt… :-)

So genau weiß ich es nicht mehr, aber ich denke, dass der hier beschriebene Begriff „Triple“ damals erst verwendet wurde, als wir im Finale standen. Zumindest wurde er vor dem damaligen Halbfinale nicht so oft benutzt wie dieses Jahr. Auch wenn immer wieder beschworen wird, dass die Spiele gegen Lyon erst noch gewonnen werden müssen, so sieht man doch an dem immer wieder aufkeimenden Gerede, dass wir geistig mit der Runde bereits abgeschlossen haben. Auch das Trainer-Team wird wahrscheinlich täglich Gegenarbeit leisten und versuchen der Mannschaft einzuschwören, dass man die Franzosen nicht als leichten Gegner ansehen darf. Aber wie oft hat man dies schon vor Pokalspielen gegen unterklassige Mannschaften vergeblich versucht? Wobei der Vergleich hier selbstredend ziemlich hinkt. Ich wollte Lyon nicht mit einem unterklassigen Gegner aus unserer Republik auf einer Stufe stellen. Fakt ist aber, dass die Mannschaft aus unserem Nachbarland den kleinsten Namen in der Runde der letzten Vier hat.

Richtig skurril wurde es, als Louis van Gaal in einem Interview davon sprach, evtl. den FC Bayern zu verlassen, wenn man das „Triple“ holen sollte. Sicherlich war die Antwort der guten Laune des niederländischen Landsmannes geschuldet, die sich nach den gut überstandenen „Wochen der Wahrheit“ ergeben hat. Ich möchte gar nicht daran denken, was LvG mit dem Reporter gemacht hätte, wenn die Frage im falschen Augenblick gestellt worden wäre.

Nächste Woche sind wir alle schon einen kleinen Tick schlauer. Und wenn alles gut geht, dann nehme ich in zwei Wochen das Wort „Triple“ in den Mund und posaune es mit größtmöglichen Volumen in den Nachthimmel.

Das dann noch ein evtl. Gegner mit Namen FC Messilona im Wege steht, lasse ich jetzt mal völlig unbeachtet. Mal abgesehen davon, dass ich glaube, dass Inter ins Finale einziehen wird, aber pssst. ;-)

Triple
Als Triple gilt im Fußball umgangssprachlich der Gewinn der nationalen Meisterschaft und zwei Pokalmeisterschaften in einem Jahr. Dabei kann man zwischen nationalen und internationalen Triples unterscheiden. Als nationales Triple bezeichnet man drei nationale Titelgewinne im selben Jahr (beispielsweise Meisterschaft, nationaler Pokal, Ligapokal). Bei einem internationalen Triple handelt es sich in der Regel bei einem der Titel um einen europäischen Pokalwettbewerb.

So schaffte etwa zuletzt der FC Barcelona im Jahre 2009 ein Triple auf europäischer Ebene: die Meisterschaft in der Primera División und die Gewinne des spanischen Cups (Copa del Rey) und der UEFA Champions League. Eine solche Leistung ist noch keiner deutschen Mannschaft gelungen, obwohl Bayer 04 Leverkusen 2002 ein wenig beneidenswertes „Verlierer-Triple“ erzielte: Zweiter in der Bundesliga hinter Borussia Dortmund, Niederlage im Finale des DFB-Pokals gegen den FC Schalke 04 und schließlich das verlorene Endspiel der Champions League gegen Real Madrid.
Quelle Wikipedia