Dez 11 2012

Der Weihnachtsmann isst gerne Möhren

“Der Weihnachtsmann war noch nie der Osterhase!” Als uns Uli Hoeneß diesen legendären Spruch bescherte, hätte man nicht für möglich gehalten, dass wir mal vom Gegenteil überzeugt werden. Nun haben wir bald Weihnachten und der FC Bayern hat gewaltige 11 Punkte Vorsprung vor Leverkusen und 14 Punkte vor Dortmund. Nicht nur die Punkte sprechen für eine sichere Meisterschaft, auch die konstante Leistung der Bayern und die unkonstanten Leistungen der restlichen Spitzengruppe. Ein “Bayernjäger” ist nicht in Sicht.

Die Spiele gegen Dortmund, Borisov und Augsburg wurden ohne Verlust überstanden. Das Unentschieden gegen den BVB tat uns nicht weh, der Borussia schon. Spätestens jetzt, nach der Niederlage gegen Wolfsburg, ist auch das Unentschieden gegen uns eine gefühlte Niederlage. Peinlich ist mir schon ein wenig, dass ich die Schalker zum Mitfavoriten gemacht habe. Ich konnte ja nicht ahnen, dass sie nach meiner Aussage auf 90elf.de kein Spiel mehr gewinnen werden. Was noch etwas schmerzt, ist der Verlust von Holger Badstuber für die nächsten 6 Monate. Ich hoffe, dass er wenigstens noch in dieser Saison zum Einsatz kommt und am Ende der Saison als Teil der aktiven Mannschaft die Schale in den Himmel reckt.

Vielleicht wird auch erst jetzt vielen Leuten klar, was der FC Bayern München seit Jahren leistet. Wir sind nicht nur in einem Wettbewerb gut, nein, wir sind fast ständig in 3 Wettbewerben sehr gut vertreten. Worauf ich anspiele kann man sich denken. Wobei aber Platz 2 oder 3 auch nicht wirklich schlecht ist. Die schon so oft angekündigte Wachablösung muss allerdings erneut verschoben werden. Mir ist allerdings klar, dass diese Begriffe eher von den Medien und nicht von der Borussia geschürt worden sind.

Abschließend möchte ich noch was allgemeines in Sachen Schiedsrichterzunft äußern. In einer Amateurliga in den Niederlanden wird ein Vater so veprügelt, dass er an seinen Verletzungen stirbt und in Deutschland wird eine Medienhetze der besonderen Sorte veranstaltet. Und viele machen mit. Fußball-Fachmagazine sind genauso dabei wie die Homepage von Borussia Dortmund, die kurzzeitig einen unwürdigen Artikel online gestellt hat. Die Geschichte um Rafati scheint vergessen. Mir geht es nicht darum, dass der FC Bayern indirekt bevorteilt wurde. Die Bayern haben auch oft genug verbal auf Schiedsrichter eingeprügelt. Allerdings fand es zu Zeiten mit weniger Gewalt und weniger Druck statt, zumindest gefühlt. Die Schiedsrichter in den unteren Ligen treten immer häufiger von ihren Ämtern zurück und irgendwann ist das Gejammer groß, wenn der Regelbetrieb in Gefahr gerät oder immer mehr Laien an die Pfeife müssen, die den Job keineswegs gut machen werden. Die Zeit wird kommen, wenn der Schiedsrichter nicht endlich als Person anerkannt wird, der auch mal falsche Entscheidungen trifft und jeder damit leben muss. Angeblich gleicht sich doch alles innerhalb einer Saison aus. Schon vergessen, liebe Sportskameraden?

Zu den einzelnen Szenen beim Spiel der Borussia kann man nur sagen, dass es keine krassen Fehlentscheidungen gab. Alle Entscheidungen wurden von den meisten Zuschauern ebenfalls nicht gesehen oder genauso empfunden. Auch für mich war es im ersten Augenblick ein Handspiel und die Abseitsentscheidungen waren für einen Bruchteil einer Sekunde falsch. Blöderweise ist der Moment der Ballabgabe nicht länger. Als Beispiel kann man sich doch mal gerne das parteiische (ist für ein Fanradio völlig in Ordnung) Webradio der Borussia anhören. Wann fangen die Kommentatoren bei der Roten Karten an zu schreien? Als sie sich die Zeitlupe angeschaut haben. Bei der Szene selbst wird einfach nur geschwiegen. Schlimm genug, dass dann auch noch der peinliche Artikel auf der Homepage des BVB von einen der Kommentatoren verfasst wurde.

Auf Links wurde übrigens absichtlich verzichtet. Wer mag, findet die angesprochenen Details sicherlich in Eigenregie.