Wenn Stärke plötzlich Schwäche werden soll

Was macht man, wenn man eigentlich zurzeit am FC Bayern nicht rummäkeln kann? Man macht es einfach trotzdem und zwar auf einem äußerst schwachen Niveau. Wir haben einen neuen Startrekord in der Bundesliga hingelegt und spielen äußerst dominant und ideenreich. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Wobei die Ausnahme dann wohl in der Champions League stattfindet. Zu nennen sind dabei die Spiele gegen Lille und an erster Stelle gegen Borisov.

Gegen Lille wurde aber trotzdem kämpferisch mit 1:0 gewonnen, so dass nur noch Borisov als Kritikpunkt dienen kann. Diese eine Niederlage reichte aber nicht aus, um genügend Stimmung gegen den FC Bayern zu machen. Dazu muss man wissen, dass es dem Blätterwald und den Medien im Allgemeinen zu ruhig ist, wenn der FCB souverän an der Tabellenspitze thront. Schlagzeilen Anti-FC Bayern verkaufen sich halt deutlich besser. So versuchte man es zunächst mit einer komplett übertriebenen Geschichte um Matthias Sammer und Jupp Heynckes. Diese Nummer wurde einigermaßen lässig überstanden. Mehr, als die Geschichte mit Worten zu widerlegen, konnte man in München nicht tun. Nach ein paar Tagen war der Spuk vorbei. Wahrscheinlich aber nur bis zu nächsten Niederlage, bei der sich Heynckes und Sammer nicht alle 5 Minuten während des Spiels anlächeln.

Die nächste schräge Nummer „musste“ ich mir beim Doppelpass anhören. Der Begriff, dass sich der FC Bayern nur selber schlagen kann, bekam dabei für mich eine neue Bedeutung. So wurde dort von einem Protagonisten behauptet, dass der FCB noch seine Schwierigkeiten bekommen wird. Gespannt wie ein Flitzebogen, verfolgte ich die Mundformungen des Insiders und konnte es anschließend nicht glauben, was dabei für ein Käse ausgesprochen wurde. „Wenn Gómez, Alaba und Robben wieder an Bord sind, werden die Bayern ihre Schwierigkeiten bekommen. Und Martínez wird es sich auch nicht mehr lange gefallen lassen, nur von der Bank zu kommen.“ Bam! Das hat gesessen. Überall auf der Welt würde man behaupten, dass diese geballte Fußball-Power eine Mannschaft noch verstärken würde. Anscheinend nicht in München. Im Umkehrschluss würde das bedeuten, dass die Verletzungen der genannten Spieler den FC Bayern München verstärkt haben. Verrückte Welt. Und wer noch nicht kapiert hat, dass Martínez bis zur Winterpause durchgeschleppt wird, weil er seit über ein Jahr keine Pause hatte, dem ist nicht mehr zu helfen.

Sicherlich kann man aus Abgängen oder Verletzungen von starken Spielern auch immer einen gewissen positiven Effekt ziehen. Das ist auch in München schon oft genug vorgekommen. Die Mannschaft rückt enger zusammen und andere Spieler können plötzlich stärker und befreiter aufspielen, aber trotzdem darf ich diese These in den Raum der Spinnerei abstellen. Wenn ich den Herrn richtig verstanden habe, geht der davon aus, dass diese Spieler ärger machen, wenn sie nicht zum Zuge kommen und dadurch sich der FC Bayern selber schlägt. Sozusagen.

Jetzt mache ich mir doch tatsächlich Sorgen, dass die Bayern auch nächste Saison starke Spieler verpflichten. Der Abstieg wäre dann vielleicht unvermeidbar.


3 Responses to “Wenn Stärke plötzlich Schwäche werden soll”

  • Die Blog- und Presseschau für Donnerstag, den 25.10.2012 – Teil 2 | Fokus Fussball Says:

    [...] Der Kaisergrantler grantelt wieder. Er hat keinerlei Verständnis für die Miesmacher der Nation, die den Bayern zukünftige Probleme andichten wollen. Zum Beispiel, dass die bald fitten Spieler nicht gerne auf der Bank sitzen wollen und dann automatisch Ärger machen. Sicherlich kann man aus Abgängen oder Verletzungen von starken Spielern auch immer einen gewissen positiven Effekt ziehen. Das ist auch in München schon oft genug vorgekommen. Die Mannschaft rückt enger zusammen und andere Spieler können plötzlich stärker und befreiter aufspielen, aber trotzdem darf ich diese These in den Raum der Spinnerei abstellen. Wenn ich den Herrn richtig verstanden habe, geht der davon aus, dass diese Spieler ärger machen, wenn sie nicht zum Zuge kommen und dadurch sich der FC Bayern selber schlägt. Sozusagen. [...]

  • Stiftl Says:

    Der Typ im Doppelpass hat mich auch genervt – hat meiner Ansicht generell viel Unsinn geredet. Hoffentlich rafft das auch die Redaktion und erspart uns diesen “Fachmann” in Zukunft.

  • Die Blog- & Presseschau für Donnerstag, den 25.10.2012 – Teil 2 | Fokus Fussball Says:

    [...] Der Kaisergrantler grantelt wieder. Er hat keinerlei Verständnis für die Miesmacher der Nation, die den Bayern zukünftige Probleme andichten wollen. Zum Beispiel, dass die bald fitten Spieler nicht gerne auf der Bank sitzen wollen und dann automatisch Ärger machen. Sicherlich kann man aus Abgängen oder Verletzungen von starken Spielern auch immer einen gewissen positiven Effekt ziehen. Das ist auch in München schon oft genug vorgekommen. Die Mannschaft rückt enger zusammen und andere Spieler können plötzlich stärker und befreiter aufspielen, aber trotzdem darf ich diese These in den Raum der Spinnerei abstellen. Wenn ich den Herrn richtig verstanden habe, geht der davon aus, dass diese Spieler ärger machen, wenn sie nicht zum Zuge kommen und dadurch sich der FC Bayern selber schlägt. Sozusagen. [...]

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